Alles dreht sich um die Heilige Familie

Strotzbüsch · Wenn Elmar Schmitz aus Strotzbüsch über die Heilige Familie spricht, dann strahlen seine Augen. Der 66-Jährige ist seit Jahren leidenschaftlicher Krippenbauer. Am Wochenende eröffnet er in seinem Haus die sechste Krippenausstellung. Der TV hat ihn während der Vorbereitung besucht.

 Neben den alpenländischen Ställen baut Elmar Schmitz auch orientalische Krippen. TV-Fotos (3): Wilma Werle

Neben den alpenländischen Ställen baut Elmar Schmitz auch orientalische Krippen. TV-Fotos (3): Wilma Werle

Foto: Wilma Werle (wiw) ("TV-Upload Werle"

Strotzbüsch. "Das Krippenbauen berührt mich emotional immer sehr stark", bekennt Elmar Schmitz. "Wenn ich am Stall zugange bin, sehe ich schon immer die Heilige Familie darin vor mir. Meine Familie ist mir ja auch heilig. Und das setze ich in meinen Krippen um." Ohne seine Familie könnte er sein Hobby auch nicht so ausleben, wie er es tut: Seine Töchter helfen bei der jährlichen Krippenausstellung, seine Frau wirbelt im Hintergrund und hält ihm den Rücken frei.
Sooft es geht, marschiert der 66-Jährige durch die Natur. Dort findet er, was seine Krippen so individuell macht: Holz, Moos, verdrehte Wurzeln und knorrige Äste. "Ich schaue mir jeden Baum an und alles, was darunter liegt." Daraus entstehen dann seine Ställe. "Ich selbst liebe die orientalischen Krippen mit Steinbögen, aber hier in der Eifel sind die alpenländischen Holzställe mit Mensch und Vieh unter einem Dach, wie in den eifeltypischen Häusern früher, beliebter."
Zwischen 20 und 100 Stunden arbeitet er an einem Stall, je nach Größe und Stil. Dazu spaltet er Kiefern- oder Fichtenholz, arbeitet mit Sperrholzplatten, trägt Verputz auf, fertigt die Dachschindeln in mühevoller Kleinarbeit von Hand und gibt dem Ganzen auch noch einen Anstrich. Die Größe der Krippe hängt von der Größe der Figuren ab, die später darin Platz finden sollen. Klassische Figurensätze mit Jesus, Maria, Josef, Ochs und Esel aus Holz oder Kunstharz zwischen 9 und 40 Zentimetern Größe wie die Kostner- oder Pema-Krippen bezieht Schmitz aus Südtirol. Schafe, Hirten, Mägde, Handwerker und Kinder runden die Szenerie ab.
Musikverein spielt zur Eröffnung


Seit 16 Jahren baut Schmitz Krippen. Damals warf eine Erkrankung den Mann aus der Baubranche aus der Bahn. "Von 200 Prozent auf null - das ging nicht. Ich musste irgendetwas machen." So ging es los mit dem Krippenbauen.
Mittlerweile hat er schon rund 1500 Krippen entworfen und gebaut und damit seinen ganz persönlichen Weihnachtsfrieden gefunden - und zwar das ganze Jahr über. "Manchmal setze ich mich mit einem Glas Rotwein mitten zwischen die Krippen. Das bringt mir große Erfüllung."
Die Krippenausstellung im Hause Schmitz in Strotzbüsch, Im Hofgarten 13b, ist am kommenden Wochenende sowie am zweiten, dritten und vierten Advent jeweils samstags und sonntags, ab 13 Uhr geöffnet. Auch weihnachtliche Dekoration wird zum Kauf angeboten.
Der Verkaufserlös von Kaffee und Kuchen am Eröffnungswochenende geht an die Jugendarbeit des Musikvereins Strotzbüsch, der am Sonntag für Unterhaltung sorgen wird.
Weitere Informationen erteilt Krippenbauer Elmar Schmitz auch unter der Telefonnummer 06573/615.