"Alles in der Pipeline"

NEUERBURG. Das Ringen um den Patienten Krankenhaus Neuerburg hat sich offenbar gelohnt. Die Umbauarbeiten der Klinik laufen planmäßig, die Ausstattung wird hochmodern sein.

"Wir haben nicht nur Glück mit dem Wetter, sondern auch mit den ausführenden Firmen und Architekten." Vera Bers, Geschäftsführerin der Marienhaus-Klinik St. Josef Neuerburg, ist zufrieden. Mit großer Genugtuung sieht sie die Fortschritte beim Umbau des Neuerburger Hospitals und ist deshalb auch zuversichtlich, dass die neue Intensivstation bereits zum 1. April "ans Netz gehen" kann. Der Umzug der Verwaltung aus dem Krankenhaustrakt in das Marienheim ist derweil längst abgeschlossen. Denn, so Vera Bers, sollte aus Gründen der Kapazität jeder Raum im eigentlichen Krankenhaus nebenan medizinisch optimal genutzt werden. Im Marienheim untergebracht sind deshalb zudem der Konvent für die Ordensschwestern sowie einige Bereitschaftszimmer. Ambulanz kommt ins Erdgeschoss

Was noch folgt, ist die Herrichtung der Räume für die etwa 40 Patienten der so genannten Phase F. Darunter versteht man die "Behandlungs- und Rehabilitationsphase, in der dauerhaft unterstützende, betreuende und/oder zustandserhaltende Maßnahmen" erforderlich sind. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Wachkoma- und schwerstpflegebedürftige Patienten. Im Erdgeschoss des Neuerburger Krankenhauses werden nach Abschluss aller Bauarbeiten die chirurgische Belegabteilung und die Ambulanz untergebracht sein. Hinzu kommt die Intensivstation mit 14 Betten. Im ersten Obergeschoss findet die Innere Abteilung Platz. Dort befinden sich auch die 14 Chirurgie-Betten sowie 20 für die internistischen Patienten. Die Pflegeeinrichtung für die neurologischen Langzeitpatienten findet schließlich unter dem Dach Platz. Nach den Worten von Geschäftsführerin Vera Bers wird der komplette Umbau rund drei Millionen Euro kosten. Davon werden allein 1,3 Millionen Euro in die Ausstattung und die Einrichtung im Pflegebereich investiert. Vera Bers: "Wir können uns da durchaus mit Universitätskliniken messen, allein wegen der hochwertigen Geräte." Zudem stellt die Klinik-Chefin klar, dass das Neuerburger Krankenhaus nach wie vor für die Grund- und Akutversorgung zuständig sein wird und spricht in diesem Kontext von einem "qualitätsbildenden Faktor für den Standort Neuerburg". Außerdem sei daran gedacht, Plätze für Kurzzeitpflege vorzuhalten. Die Marienhaus-Klinik Neuerburg befindet sich zurzeit in 100-prozentiger Trägerschaft der Marienhaus GmbH in Waldbreitbach. Vorgesehen ist indes der Abschluss eines Vertrags mit der Cura-Med Süd-Warndt-Klinik im saarländischen Großrosseln, die 20 Prozent übernehmen soll. Bers: "Wir können uns mit Universitätskliniken messen"

Was dies betrifft, ist laut Vera Bers "alles in der Pipeline". Immerhin gebe es für die Pflegeeinrichtung der Wachkoma-Patienten auch bereits Anfragen. Später sollen dort Bewohner aus Deutschland, Belgien und Luxemburg untergebracht werden.