Alles neu in Oberlauch

Gleich vier neue Errungenschaften hat die Ortsgemeinde Oberlauch präsentiert. Klar, dass bei so viel geballter Dorferneuerung auch gebührend gefeiert wurde. Bei einem großen Dorffest mit dem Musikverein St. Martin Niederlauch hatten Alt und Jung viel Spaß.

Oberlauch. Das beeindruckende neue Wappen der Gemeinde Oberlauch ist auf Initiative und unter Mitwirkung von Ortsbürgermeister Richard Meyer entstanden.

Entworfen hat es - ehrenamtlich und für Gotteslohn - der in Lambertsberg lebende Mediziner im Ruhestand Christian Credner.

Wappen symbolisiert Verbindung zur Abtei Prüm



Erstmals erschien im Jahr 893 im Güterverzeichnis der Abtei Prüm ein Ort, vermutlich Oberlauch, unter dem Namen Luhc, Loch oder Luch.

Die Wappenfarben Rot und Silber stehen für seine ununterbrochene Zugehörigkeit zur Abtei Prüm. Die drei grünen, abgerundeten Erhebungen symbolisieren eine sogenannte "Motte", ein auf einem Hügel errichteter Wohn- und Wehrturm. Dazu heißt es in der Blasonierung, also in der Wappenbeschreibung: "In Rot auf grünem Dreiberg silberne Palisaden und mittig Zinnen-Wohnturm mit zwei Fenstern und Einstiegstor". Namentlich wird Oberlauch erstmals im Jahre 1574 erwähnt.

Nicht ganz so geschichtsträchtig sind Kinderspielplatz und Dorfplatz der Gemeinde. Obgleich schon in den 1970er Jahren Pläne für den Spielplatz vorlagen, begannen die Bauarbeiten erst 2007. Alle Arbeiten wurden ehrenamtlich von der Feuerwehr Oberlauch unter Leitung von Wehrführer Robert Bormann und von den Eltern der Oberlaucher Kinder übernommen.

Mit 2000 Euro aus der Aktion "Wir vor Ort" unterstützten die Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerke (RWE) die Anschaffung der Spielgeräte.

Wo jetzt der neue Dorfplatz entstand, gab es Jahrhunderte lang einen Brunnen mit hervorragender Wasserqualität. Beim Bau eines Abwasserkanals vor einigen Jahren stieß man wieder auf seine Quelle. Sie speist den neuen Dorfbrunnen. Der "Pflaster Kobbes", Jakob Kobes aus Prüm, besorgte die Mauerarbeiten.

Oberlaucher Bürger stiften Pflaster am Brunnen



Die Steine stammen von dem 1742 gebauten und 2007 abgerissenen Ennischhof in Winringen. Zur Zierde des Brunnens und Reminiszenz an seine uralte Funktion als Viehtränke schuf der Prümer Dachdeckermeister Valentin Dietzen die aus Metall getriebene Figur eines Bauern mit seinem durstigen Rind.

Das alte Steinpflaster stifteten Bürger des Ortes.

Groß ist auch die Freude der Oberlaucher Floriansjünger über die neue Tragkraftspritze. Pastor Johannes Schulinger weihte das Feuerwehr-Gerät ein und bat um den Segen Gottes.

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