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Alles offen an der St.-Matthias-Schule

Nachdem das Bistum Trier der angestrebten Weiterentwicklung des Bischöflichen Schulzentrums St. Matthias im Dezember grundsätzlich grünes Licht erteilt hatte, muss nun noch geklärt werden, wie sich die Pläne zur Einrichtung eines gymnasialen Zweigs verwirklichen lassen.



Bitburg/Trier. (uhe) Das Bistum Trier hält sich derzeit noch äußerst bedeckt: "Das einzige, was wir zusätzlich dazu sagen können, ist, dass die Schulabteilung des Bischöflichen Generalvikariats mit Blick auf die genannten Überlegungen die Raumsituation in St. Matthias prüfen wird", erklärt Pressesprecher Ernst Mettlach.

Untersucht wird demnach also, in welchem Umfang Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen notwenig sind, um am Standort St. Matthias eine kooperative Gesamtschule einzurichten. Kooperativ bedeutet, dass im Gegensatz zu einer integrierten Gesamtschule die darin enthaltene Hauptschule, die Realschule sowie das Gymnasium als eigenständige Schularten weiterhin bestehen bleiben. Wobei der gymnasiale Schulzweig im Fall des Bischöflichen Schulzentrums zunächst noch einzurichten wäre. Und genau das strebt die Schule an.

Um diese Pläne zu verwirklichen, verhandelt der Schulträger, das Bistum Trier, deshalb seit längerem mit dem St.-Josef-Gymnasium in Biesdorf. Die einst vom Orden der "Missionare von der Heiligen Familie" gegründete Schule steht zwar seit gut zehn Jahren unter der freien Trägerschaft eines gemeinnützigen Vereins, ist aber nach wie vor eine katholische Einrichtung, die sich dem biblisch-christlichen Menschenbild verpflichtet sieht. Und deshalb ist Biesdorf auch das einzige Gymnasium, das aus Sicht des Bistums für eine Kooperation mit dem Bitburger Schulzentrum in Frage kommt.

An einer Zusammenarbeit grundsätzlich interessiert sei auch Biesdorf, erklärt Pater Gerhard Mockenhaupt, Vorsitzender des Schulträgervereins. "Und wir führen diesbezüglich auch intensive Gespräche mit dem Bischof und dem Generalvikariat", fügt er hinzu. Konkrete Ergebnisse lägen es allerdings noch nicht vor.

Offensichtlich gibt es also unterschiedliche Ansichten darüber, wie eine Zusammenarbeit zwischen den mehr als 20 Kilometer voneinander entfernten Schuleinrichtungen aussehen könnte. Ob sich ein gemeinsamer Nenner findet und wann die Eltern darüber informiert werden, ist deshalb derzeit genau so unklar wie der Inhalt dieser Information.

So steht bislang (laut Pressemitteilung des Bistums) offiziell also nur fest, dass die Einrichtung einer kooperativen Gesamtschule "ernsthaft in Erwägung gezogen" wird. Weiter heißt es dort: "Eine positive Vorentscheidung ist gefallen, die endgültige Entscheidung steht allerdings noch aus."