Als Bitburg so groß wie zwei Fußballfelder war

Als Bitburg so groß wie zwei Fußballfelder war

Der mobile Reiseführer informiert Touristen in und um Bitburg über die Sehenswürdigkeiten der Stadt. Unter der Nummer 089/2108330651 plus 02 oder 03 können sich die Zuhörer über den Archäologischen Rundweg und die Römermauer informieren und einen Ausflug zu den Anfängen der Stadt unternehmen.

Bitburg. (BEBA) Beda ist der keltische Name Bitburgs, den die Römer beibehielten. Denn die Kelten siedelten im Raum Bitburg noch vor den Römern. Zu Zeiten der Römer war Bitburg ein Truppenrastplatz und so groß wie zwei Fußballfelder. Da Beda an der Straße lag, die von Lyon nach Köln führte, entwickelte sich die Stadt zu einem Handwerks- und Handelszentrum.

Nachdem germanische Horden die Stadt zerstörten, bauten die Römer 330 ein stark befestigtes Straßenkastell. Der archäologische Rundweg beginnt am Rathaus und erzählt auf 16 Etappen von dieser Vergangenheit. Heute sind Reste dieser Stadtmauer in den Neubau des Rathauses integriert. Ein Modell des Straßenkastells ist im Foyer des Rathauses zu sehen. Die Römermauer war vier Meter dick und hatte 13 Verteidigungstürme mit zwei bewachten Toren. An der Römermauer befindet sich ein Lapidarium mit einer Auswahl von 30 Steindenkmäler, die in Bitburg gefunden wurden - Weih- und Bauinschriften, Götterbilder und Grabsteine. Der bedeutendste römische Fund ist eine Theaterstiftung. Lucius Ammiatius Gamburio spendete im 2. Jahrhundert für den Neubau eines Theaters 50 000 Denare. Diese zweitgrößte Theaterstiftung, die man nördlich der Alpen fand, entspräche heute einer Millionengabe. Der Standort des Theaters ist bis heute noch nicht geklärt. Man vermutet ihn im Görenweg. Dagegen spricht allerdings der Abwasserkanal, der sich zu römischen Zeiten ganz in der Nähe "Im Brühl" befand. "Ich vermute, dass man das Theater in der Nähe der Stadt baute und nach der Abendsonne ausrichtete. Wir haben gehofft, beim Bau der Stadthalle etwas zu finden", sagte Stadthistoriker Peter Neu.

Am Ende der Hauptstraße steht eine nachgebaute Jupitersäule. Zu Ehren des römischen Gottes Jupiter waren diese Säulen im römischen Gallien weit verbreitet. Die Jupiterskulptur wurde 1874 zusammen mit zwei Säulenresten in einem Brunnen nördlich der Stadt auf Flur "Burbet" gefunden.

Wer mehr über die römische Geschichte wissen möchte, kann in der Tourist-Information römische Führungen buchen, Telefon 06561/95340.

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