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Als das Grenzland in Flammen stand

Als das Grenzland in Flammen stand

Die Reservisten-Kameradschaft Bleialf-Schneifel besteht seit 25 Jahren. Zum Jubiläum nehmen sich die Mitglieder des Kriegsendes in Eifel und Ardennen an - und der letzten verlustreichen Schlacht in der Region. Dazu bieten sie in diesem Jahr mehrere Abende mit Vorträgen zum Thema Ardennen-Offensive.

Bleialf/Mützenich. Die Ardennen-Offensive hat am 16. Dezember 1944 begonnen: Mit diesem verzweifelten Großangriff im Westen, schreibt die Reservisten-Kameradschaft Bleialf-Schneifel, "wollte Hitler die Alliierten zu Verhandlungen zwingen und schickte sein letztes Aufgebot in einen blutigen Kampf in Eis und Schnee".
Es wurde eine der verlustreichsten Schachten, die die amerikanischen Streitkräfte im Zweiten Weltkrieg führten, mit vielen Tausend Toten, Verwundeten, Gefangenen und Vermissten auf seiten der Amerikaner und der Deutschen. Die Reservisten greifen das Thema zu ihrem Silberjubiläum noch einmal neu auf, und zwar in einer multimedial aufbereiteten Vortragsreihe. Der Titel: "Grenzland in Flammen."
"Zeitzeugen sterben weg"


Man wolle auch die jüngere Generation an die Vorgänge damals erinnern, "die Zeitzeugen sterben ja alle weg - und kein Mensch weiß mehr, was sich hier vor 70 Jahren zugetragen hat", sagt Josef Sohns von den Reservisten.
Der erste Abend ist am Samstag, 23. April, 19.30 Uhr, im Gemeindehaus von Mützenich. Dabei werden die Vorbereitungen zur Offensive auf deutscher Seite dargelegt, vom Befehl über die Planung bis zum Beginn der Kämpfe.
Der zweite Vortrag ist in der Woche darauf, am Samstag, 30. April, ebenfalls um 19.30 Uhr, im Mützenicher Gemeindehaus.
Die Referenten der beiden Abende, Robert Fuchs und Manfred Klein, haben dazu intensiv recherchiert und unter anderem mit bisher teils unbekannten Filmen und Interviews eine anschauliche, multimediale Dokumentation zusammengestellt.
Der zweite Teil der Reihe, der sich dann mit den Vorgängen bis hin zum Scheitern der Offensive befasst, wird im Oktober ebenfalls in Mützenich, vorgetragen. Warum erst im Oktober? "Da steckt unheimlich viel Arbeit drin", sagt Josef Sohns. Und deshalb brauche man diese Zeit, um die Vorträge vernünftig und korrekt aufzubereiten. fpl
Der Eintritt zu den Vorträgen kostet 7 Euro.