Alt und Neu verbinden sich zu einer Einheit
Dudeldorf · Das Haus im Zentrum von Dudeldorf war eine Ruine. Jetzt ist es ein schönes Feriendomizil, in dem sich moderne Elemente harmonisch in die alte Bausubstanz einfügen. Für die gelungene Restaurierung hat das Ehepaar Carlo und Nicole Sente-Ligbado den Baukulturpreis Eifel 2013 bekommen.
Dudeldorf. "Das Neue soll sich in das Alte einfügen", nach diesem Leitsatz des Luxemburgers Carlo Ligbado ist das Ferienhaus im Herzen von Dudeldorf gestaltet. Ein sehr gutes Beispiel für dieses Vorhaben ist die Küche. Ein hochwertiger, moderner Küchenblock in der Mitte des Raums lässt Platz, um das Deckengewölbe und die alten Balken zur Geltung zu bringen. Ein paar farbige Fliesen lockern das Ganze auf.
Ausgezeichnete Bauprojekte
Auch in anderen Räumen sind moderne und alte Dinge zu finden. So ist zum Beispiel die schmale Wendeltreppe, die vom Erdgeschoss bis zum dritten Stock führt, fast so belassen, wie sie einmal gebaut wurde. Sie ist eng und steil, aber wirklich alt.
Die zwei Badezimmer im Haus sind ganz modern eingerichtet. In dem einen Bad im zweiten Stock gibt es verspielte nostalgische Armaturen, die den Charakter des Hauses unterstreichen. Die Möblierung ist ebenfalls eine Zusammenstellung aus Antiquitäten und modernen Möbelstücken. Bei allen Details achtet Carlo Ligbado auf Qualität.
Insgesamt erstreckt sich das Gebäude über vier Stockwerke. Der Eingangsbereich im Erdgeschoss mit dem groben Steinfußboden. Es folgt die Küche, ein Arbeitszimmer mit Schreibtisch und Wlan-Anschluss sowie ein Schlafzimmer im ersten Geschoss.
Im zweiten Geschoss gibt es ein Badezimmer mit Wanne und ein gemütliches Wohnzimmer. Auch hier stimmt das Zusammenspiel zwischen Alt und Neu. Eine Schranktür wurde erhalten und restauriert. Als Kontrast dazu gibt es einen Flachbildschirm. Im obersten Geschoss schließen sich weitere Schlafzimmer und ein weiteres Bad mit Dusche an.
Für das luxemburgische Ehepaar ist das Restaurieren von alten Gebäuden ein Herzenswunsch. "Wir lieben alte Häuser", sagt Nicole Sente-Ligbado. Touristen wollten immer die alten Ortskerne sehen und keine modernen Bauten. Man habe ihn schon als Schönheitschirurgen für alte Häuser bezeichnet, sagt Ligbado lachend. Die Umbauten in dem Dudeldorfer Haus haben rund zwei Jahre gedauert. "Es war eine Ruine", erzählt das Paar. Bis in die 50er-Jahre war im Erdgeschoss noch eine Schreinerwerkstatt untergebracht, danach stand es leer. Das Dach war eingefallen, eine Folge eines Bombeneinschlags im Krieg.
Während der Renovierung hat das Ehepaar eng mit dem Amt für Denkmalschutz zusammengearbeitet. "Die waren sehr hilfreich", sagen sie. Derzeit hat das Ehepaar noch weitere Projekte in Arbeit. In Wolsfeld renovieren sie das Schloss, um auch hier moderne Feriendomizile zu schaffen.
Extra
Habt ihr bei euch im Dorf oder in der Stadt mal so ganz alte Häuser gesehen? Solche, in denen keine Menschen mehr wohnen. Solche Gebäude sind oft gar nicht mehr schön. Es gibt aber auch Menschen, die finden solche Gebäude schön. Dann wird ein solches Haus von Grund auf wieder aufgebaut. Das ist viel Arbeit und es kostet auch eine ganze Menge Geld. noj