Altstadtfest: Drei Tage feiern auf der Partymeile

Altstadtfest: Drei Tage feiern auf der Partymeile

Drei Tage Musik auf fünf großen Bühnen, Wein, Bier und deftige Köstlichkeiten an 120 Ess- und Trinkständen: Mehr als 100 000 Besucher vergnügen sich von Freitag, 28. Juni, bis Sonntag, 30. Juni, in der Partyzone des 33. Trierer Altstadtfests zwischen Porta Nigra und Viehmarkt.

Trier. Am Sonntagabend erwartet das Publikum mit der Trierer Kult-Band Leiendecker Bloas und dem besonders auf Mallorca bekannten deutschen Partymusiker Mickie Krause noch zwei echte Höhepunkte auf dem Altstadtfest. Schon den Auftakt zu den Feierlichkeiten am frühen Freitagabend auf dem Hauptmarkt lassen sich viele Besucher nicht entgehen und sind live dabei, als Oberbürgermeister Klaus Jensen auf dem Hauptmarkt das Fass anschlägt.
Wenige Stunden später nimmt Schlagerstar Guildo Horn auf der großen Bühne vor der Porta Nigra das Zepter des Volksfests in die Hand. "Guildo hatte mit allein 4 500 Zuhörern den größten Zulauf", sagt Bert Wiegandt vom städtischen Amt für Kulturmanagement. "Der reißt die Leute mit seiner klassischen Schlagermusik absolut mit."
Auch am Samstag stimmt das Wetter, und das Publikum genießt bei kühlen Getränken die Live-Musik auf den fünf großen Bühnen. Am Vormittag rocken The New Lewis & the Hearts of Rock \'n\' Roll auf der SWT- Bühne des Altstadtfests. Die Bonner Band covert Hits von Huey Lewis & The News. Obwohl der Himmel nicht strahlend blau sei, könne das Wetter nicht besser sein, sagt Patricia Mittler, die in ihrem Imbissstand nahe dem Hauptmarkt Bratwurst und Schwenkbraten verkauft.
"Die Geschäfte laufen sogar besser als im vergangenen Jahr." Grund sei das angenehme Wetter. "Wir haben nicht so eine Bullenhitze, deshalb haben die Leute Appetit."
An einem Bierstand in der Brotstraße lassen es sich Elke (39) und Gerhard (41) Grün aus Trier gutgehen. "Das Ambiente mit der Live-Musik gefällt uns", sagt Elke Grün, "wir lassen uns treiben und schauen mal, welche Bands wir uns heute Abend noch so anhören." Am Handwerkerbrunnen, Ecke Fahr- und Nagelstraße, blickt die Morbacher Kunsthandwerkerin Elke Simon hingegen besorgt drein, da sich die Menschenmassen an ihrem Stand vorbeischieben, ohne ihrem selbst gefertigtem Schmuck große Beachtung zu schenken.
"Es ist Ende des Monats", sagt die Handwerkerin, "außer für Essen und Trinken haben die Leute kein Geld mehr in der Tasche." Das Publikum kümmert die Sorgen der Händler hingegen wenig. Der elfjährige Lars Kierke ist mit seiner Mutter aus dem 50 Kilometer entfernten Laufeld (Vulkaneifel) angereist. Auf dem Altstadtfest komme er immer auf seine Kosten, sagt er. Als die, bei denen es am Samstagabend richtig spät wurde, noch schlafen, tanzen am Sonntagvormittag schon wieder die ersten Festgäste zu den Klängen der Ilmtal Jazzband auf dem Hauptmarkt. "In diesem Jahr hatten wir mehr als 100 000 Besucher", sagt Lissy Backes, Mitorganisatorin des Altstadtfests beim Kulturbüro.