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Am Platz an der Bitburger Liebfrauenkirche wird weiter gearbeitet

Städtebau : Das letzte und größte Kapitel: Arbeiten am Platz rund um die Bitburger Liebfrauenkirche gehen weiter

Nach der Winterpause gehen die Arbeiten am Platz rund um die Bitburger Liebfrauenkirche weiter. Bis Ende 2022 soll der Bereich fertig sein.

Auf der Nordseite der Kirche wird noch immer gebuddelt. Seit dem Frühjahr laufen dort die Ausgrabungsarbeiten. Und wahrscheinlich werden diese auch noch bis März/April kommenden Jahres andauern. In den vergangenen Monaten seien einige Skelette, Mauerreste und Fundamentabschnitte zum Vorschein gekommen, erklärt Ralf Mayeres, Mitarbeiter der Stadtverwaltung. „Und wir müssen jetzt noch warten, bis alles gesichert und dokumentiert ist.“

Nach Spittel und Petersplatz sowie den beiden Plätzen Am Markt und Grüner See ist der Bereich um die Liebfrauenkirche die letzte größere Fläche mit Aufenthaltsqualität im Zentrum der Stadt, die umfassend neugestaltet wird. Das Projekt ist der siebte und letzte Abschnitt des seit einigen Jahren laufenden stufenweisen Ausbaus der Innenstadt. Gemeinsam mit dem Petersplatz gehört das Areal rund um die Liebfrauenkirche zu den Stadtplätzen, für die vor vier Jahren ein Gestaltungswettbewerb ausgelobt worden war. Gewonnen hatte dabei das Büro Stölzer Landschaftsarchitekten aus Freiburg, dem 2020 dann schließlich auch der Planungsauftrag erteilt wurde. Die Gesamtfläche umfasst gut 4000 Quadratmeter, von denen 675 Quadratmeter im Eigentum der Katholischen Kirchengemeinde sind. Das ist auch der Bereich, in dem die Archäologen graben. Wohingegen auf der anderen Seite der Kirche, im Bereich zwischen Kirche und Rathaus, das zukünftige Erscheinungsbild des Platzes zumindest schon in Ansätzen erkennbar wird. Ein Teil der Rinnen und Einfassungen aus Naturstein liegt bereits fest im Beton.

Die Arbeiten hätten eigentlich schon weiter fortgeschritten sein sollen, doch hat sich der Baustart um gut zwei Monate verzögert, was mit dem Hochwasser im Juli zusammenhing. So hatte das beauftragte Bauunternehmen nach der Flutkatastrophe seine Mitarbeiter aus der Innenstadt nach Stahl abgezogen, um dort bei der Beseitigung der gröbsten Schäden zu helfen. Der für August geplante Baustart an der Liebfrauenkirche wurde dadurch auf Oktober verschoben. Bis voraussichtlich Ende des kommenden Jahres soll das Projekt abgeschlossen sein. Mit Kosten von 1,8 Millionen Euro ist dieser Abschnitt auch der größte und aufwendigste in dem vor acht Jahren mit dem Abriss der alten Post begonnenen Großprojekt. Insgesamt hat die Stadt bereits mehr als 8,5 Millionen Euro in den Ausbau der Fußgängerzone investiert.