Am Sportlerheim bröckelt der Putz

Die Aufhebung des Hauptschulzweigs der Grund- und Hauptschule Daleiden, das Konjunkturpaket II und das Bau- und Förderprogramm 2009 waren Themen der jüngsten Sitzung des Verbandsgemeinderats Arzfeld.

Arzfeld. In Rekordzeit ging am Donnerstag die Arzfelder Verbandsgemeinderatssitzung über die Bühne. Nach gerade mal 26 Minuten war die Birne geschält, beziehungsweise die Tagesordnung abgehakt. Nötig war die Sitzung, weil laut Schulgesetz die Verbandsgemeinde (VG) als Träger der Auflösung der Hauptschule Daleiden zustimmen muss. "Eine Formalie", wie VG-Bürgermeister Patrick Schnieder sagte, denn aufgelöst werde die Schule so oder so. Bereits 2008/09 wurden für die fünfte Jahrgangsstufe keine Schüler mehr angemeldet. Zum kommenden Schuljahr werden ebenfalls keine Kinder mehr in der 5. Klassenstufe aufgenommen. Dann würden nur noch insgesamt 25 Kinder die Klassen sieben, acht und neun besuchen. Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier beabsichtigt, zum kommenden Schuljahr den Hauptschulzweig der Grund- und Hauptschule Daleiden aufzuheben.

Dennoch war außer dem Bürgermeister kein Ratsmitglied bereit, der Beschlussvorlage zuzustimmen, auch wenn es an der Schulschließung nichts mehr ändere. Walter Reichert (CDU) formulierte, was wohl alle dachten: "Wir werden der Vorlage nicht zustimmen, weil wir nicht den Totengräber für unsere Schule spielen wollen."

Zugestimmt haben die Ratsmitglieder nachträglich den bereits angemeldeten Maßnahmen zum Konjunkturprogramm II. Sollte Fördergeld anfallen, sollen drei Projekte verwirklicht werden. Zum einen soll das marode Sportplatzgebäude durch ein anderes Gebäude ersetzt werden. Das alte sei marode, eine Generalsanierung unzweckmäßig, heißt es in der Vorlage. Außerdem sollen die Grundschule Lützkampen und das Hauptschulgebäude Waxweiler energetisch saniert werden. Ob das denn in Waxweiler überhaupt noch Sinn mache, fragte Kornelia Gilz (SPD). Schnieder verwies darauf, dass die Heizung kaputtgegangen sei und man davon ausgehen müsse, dass das Gebäude auch nach Schließung der Hauptschule weitergenutzt werde, die Sanierung also nötig sei.

Ebenfalls Thema im Rat war das Bau- und Förderprogramm 2009 der Verbandsgemeindewerke. Im Vermögensplan sind Ausgaben von rund vier Millionen Euro vorgesehen. 2,51 Millionen Euro davon entfallen auf bauliche Investitionen für Abwassermaßnahmen.

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