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Amtsgericht Bitburg spricht Angeklagten vom Vorwurf der sexuellen Nötigung frei

Amtsgericht Bitburg spricht Angeklagten vom Vorwurf der sexuellen Nötigung frei

Wegen des Vorwurfs der sexuellen Nötigung musste sich am heutigen Mittwoch ein 27-Jähriger vor dem Amtsgericht Bitburg verantworten. Laut Staatsanwaltschaft soll er im April 2012 seine ehemalige Freundin in seiner Wohnung in Bitburg sexuell bedrängt haben. Das Gericht allerdings sprach den Angeklagten frei.

Es sei nicht erwiesen, dass der Angeklagte tatsächlich Gewalt anwendete, um seine Ex-Freundin, die sich kurze Zeit vorher von ihm getrennt hatte, zu sexuellen Handlungen zu bewegen, urteilte das Gericht. Das 23-jährige mutmaßliche Opfer schilderte in der Verhandlung, dass sie Angst vor dem 27-Jährigen gehabt habe. Einen Übergriff, den das Gericht als gewaltsam eingestuft hätte, schilderte sie allerdings nicht. Auch habe der Angeklagte sie nicht bedroht. Er habe seine Freundin zurückgewinnen, aber ihr nicht wehtun wollen, erklärte der Angeklagte vor Gericht. Er gab zu, dass er sie am Tattag versucht habe zu küssen, ihr an die Brust und den Intimbereich zu fassen. Allerdings sei das Verhalten seiner Ex-Freundin zunächst widersprüchlich gewesen. Als sie ihm aber klipp und klar erklärt habe, dass sie keinen Sex mit ihm haben wolle, habe er sie gehen lassen. Während die Staatsanwaltschaft das Geschehen als strafbare sexuelle Nötigung ansah, forderte der Verteidiger einen Freispruch.