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Eifel: Tödlicher Unfall - nun steht Fahrerin vor Gericht

Justiz : Fahrlässige Tötung? - Prozess nach schwerem Unfall in der Eifel

Fast ein Jahr liegt der schwere Unfall zwischen Wallersheim und Hersdorf nun zurück. Ein Mensch starb dabei. Warum der Autofahrerin im Prozess fahrlässige Tötung vorgeworfen wird:

Eine Autofahrerin soll im Oktober 2020 bei Hersdorf einen Radfahrer erfasst haben. Doch erst an diesem Mittwoch wird die Geschichte ein rechtliches Nachspiel haben. Und zwar vor dem Amtsgericht Bitburg, wie Direktorin Claudia Stadler mitteilt.

Wegen fahrlässiger Tötung vor dem Amtsgericht Bitburg

Es ist der Verdacht der fahrlässigen Tötung, der gegen die Autofahrerin im Raum steht. Denn laut Staatsanwaltschaft Trier soll die 38-Jährige damals „infolge alkoholbedingter Fahruntüchtigkeit“ auf die falsche Spur geraten sein, wo ihr Wagen mit etwa 65 bis 75 Kilometern pro Stunde den Radfahrer erfasste.

Laut früherem Pressebericht soll die Mutter nach dem Unfall angehalten haben. Sie habe den Notarzt gerufen und sich um den Radfahrer und ihre beiden ebenfalls verletzten Kinder gekümmert. Doch letztlich konnten auch die Sanitäter dem 66-Jährigen nicht mehr helfen.

Alkoholtest nach tödlichem Unfall zwischen Wallersheim und Hersdorf

Fahrlässige Tötung nimmt die Staatsanwaltschaft an, weil bei der Frau seinerzeit ein Alkoholtest gemacht wurde. Und diese Blutprobe hatte offenbar eine Konzentration von 0,72 Promille ergeben. Wer mit mehr als 0,3 Promille einen Unfall verursacht, macht sich bekanntermaßen strafbar.

Um den Straftatbestand der fahrlässigen Tötung nachzuweisen, müsste die Staatsanwaltschaft jetzt belegen, dass die 38-Jährige die im Verkehr erforderliche Sorgfalt außer Acht gelassen hat. Wenn das Urteil dieser Einschätzung folgt, hätte sie entweder mit bis zu fünf Jahren Haft oder mit einer Geldstrafe zu rechnen.