Amtsgericht Bitburg verurteilt Mann wegen zwei Geldscheinen

Leiharbeiter ist in der Eifel mit Falschgeld aufgefallen : Amtsgericht Bitburg verurteilt Mann wegen zwei Geldscheinen

Das Amtsgericht Bitburg hat heute ein Urteil gegen einen 40-jährigen Angeklagten aus Polen erlassen. Am 6. März 2017 hatte der Mann auf einem Parkplatz in Jünkerath zwei 50-Euro-Scheine gefunden. Diese sind eindeutig als Falschgeld zu erkennen, da jegliche Sicherheitsmerkmale auf den Scheinen fehlten. Und die Vorderseite war auf beiden Seiten des Scheins abgedruckt.

Der Leiharbeiter, der bis 2017 13 Jahre lang in Deutschland gelebt hatte, hat versucht einen Einkauf mit einem der beiden Scheine zu bezahlen. Die Kassiererin hat das Geld jedoch nicht angenommen. Mit einem Kollegen, der besser Deutsch spricht, ist er daraufhin zur Bank gegangen und wollte den Schein eintauschen. Der Bankangestellte rief die Polizei und stellte den Schein sicher. Den zweiten hat der Angeklagte nach eigenen Angaben weggeworfen.

Staatsanwaltschaft, Richter und  Verteidiger plädierten aufgrund der naiven Handlung und dilettantischen Ausführung auf einen minderschweren Fall des Verbreitens von Falschgeld. Dem Angeklagtem kam zugute, dass er geständig war und aus seinem Heimatland zur Verhandlung nach Bitburg angereist ist. Der Richter verurteilte den Angeklaten zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu 12 Euro.