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Amtsschimmel wiehert im Wald

Amtsschimmel wiehert im Wald

Zum Artikel "Radler müssen blechen" (TV, 19. Januar) meint dieser Leser:

Mit 300 Euro unsere uralte Freundschaft mit den luxemburgischen Nachbarn zu belasten, war sicher von unserem Förster so nicht gewollt. Aber es war, wenn auch gutgemeint,(nur 1 Euro pro Teilnehmer) eine willkürliche Schikane auf unsere Beziehungen. Es lag offensichtlich keine Gebührenordnung vor. Das Wiehern des Amtsschimmels im Walde ist nur auf die immer schneller ausufernde Behördenbürokratie zurück zu führen. Die Freiheit des Bürgers (Politiker würden das wahlwirksamer mit Bürgerinnen und Bürger ausdrücken) wird durch immer neue Reglementierungen immer mehr eingeschränkt, statt sie um 9,4 Prozent zu entlasten. Was hier im Wald den Mountain-Bikern geschah, war kontraproduktiv für die Touristikwerbung und die Dachmarke Eifel. Es kann auch den Wanderern jeder Passion, den Pilzsammlern, den Mooskrabschern und den Reitern sowieso geschehen. Ordnung muss sein, aber man kann auch alles übertreiben und mal Fünfe gerade sein lassen, und das meine ich allgemein. Man muss auch nicht jeden Bock schießen, der einem einfällt. Ob das nun, um nur mal aktuelle Beispiele zu erwähnen, das Klonen von Fledermäusen in rot- und blaufüßige Populationen mit 50 000 Euro-Aktionen angeht oder man im Vorfeld der Kommunalreform wegen der Bürgerproteste die Schlagzahl von 33 auf 70 erhöht. Letztendlich führt der Wähler allen unsinnigen Aktivismus auf Mainz zurück. Hoffentlich hört dieser und jener Spuk dort bald auf. Egon Kirchen, Baustert Gebühren