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An der Liboriuskapelle stehen Renovierungsarbeiten an

Spender gesucht : Damit die Liborius-Kapelle in Echternacherbrück wieder in vollem Glanz erscheint

Die keine Kirche am Ernzer Berg hoch über der Sauer soll renoviert werden. Dafür sammeln Freunde des Gotteshauses jetzt Spenden.

Die Aussicht an der Liborius-Kapelle ist gigantisch. Der Blick schweift über die Sauer, weit über das luxemburgische Echternach hinweg. Von daher ist es nicht verwunderlich, dass viele Ausflügler hier auf den Ernzer Berg kommen, um eine kleine Rast zu machen. Dazu lädt eine Sitzbank ein. Eine Übersichtstafel erläutert, was man hier zu sehen bekommt. Die Basilika St. Willibrord in Echternach ist ein markanter Punkt bei der Aussicht.

Doch das Besondere an diesem Ort, der gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen ist, ist die Liboriuskapelle. Doch zur vollen Schönheit fehlt dem kleine Kirchlein noch das ein oder andere. Zum Beispiel intakte Bodenfliesen, die bei der Renovierung 1998 aus Kostengründen nicht wieder saniert werden konnten,  ein neuer Anstrich im Innenraum  und für den Glockentrum. Auch sollen Vandalismus-Schäden, die es immer wieder gibt, entfernt werden. All das soll nun bewerkstelligt werden, wie der Echternacherbrücker Ortsbürgermeister Gerhard Krämer bei der Besichtigung der normalerweise verschlossenen Kapelle erklärt. Allerdings ist man auf Spenden angewiesen. Daher haben Gemeinde und Eifelverein einen Aufruf gestartet und ein Spendenkonto eingerichtet.

Denn wie so oft in der Geschichte der Kapelle geht es auch diesmal nicht ohne den Eifelverein und ohne die Hilfe von Spendern. Erstmals erbaut wurde sie in den Jahren 1678 bis 1680, als wenige Meter weiter dort ein Einsiedler lebte. Am 23. Juli 1680, dem Liborius-Tag, wurde die Kapelle dem gleichnamigen Heiligen (siehe Info) gewidmet. Um die Namensgebung rankt sich laut Gerhard Krämer die Legende, dass die Gebeine des Liborius von Frankreich nach Paderborn überführt werden sollten, weil der Bischof dort auch tätig war. Und man habe, so geht die Legende, bei dem Transport oben auf dem Ernzer Berg eine Rast gemacht. Was allerdings, so Krämer, recht unlogisch sei, da es nicht der direkte Weg sei.

Wie viel Wahres in dieser Geschichte enthalten ist, lasse sich heute nur noch schwer nachweisen, sagt Krämer. Sicher ist hingegen, dass die Kapelle mit der Auflösung des Eremitenordens aufgegeben wurde. Die Eremiten hatten zuvor in einem Felsen gewohnt, zu dem eine steile Treppe hinunterführt. An verschiedenen Stellen sind hier noch Spuren zu sehen, wie beispielsweise in in den Stein geschlagenes Weihwasserbecken.

Die Kapelle selbst war gegen Ende des 19. Jahrhunderts nur noch eine Ruine. Der Altar war entfernt und in die Kirche in Ernzen gebracht worden, wo er heute noch steht.

Doch 1898  sammelte die neu gegründete Ortsgruppe des Eifelvereins Bollendorf/Sektion Echternacherbrück Geld zusammen mit dem Verschönerungsverein Echternach Geld, um die kleine Kirche wieder herzustellen. Beim Wiederaufbau wurden hauptsächlich Baumaterialien aus der Region, wie zum Beispiel Sandstein verwendet.

Die wiedererrichtete Kapelle hielt aber nur bis zum Zweiten Weltkrieg. Dann wurde sie erneut zerstört. Und erneut war es der Eifelverein, der sich an den Wiederaufbau machte. Viele Bürger aus Echternach in Luxemburg unterstützen die Bemühungen. Verwendet wurden, so weit wie möglich, vorhandene Baugeestandteile wie beispielsweiise die 1899 verlegten Bodenfliesen. Das erforderliche Geld für die Renovierungsarbeiten sammelten die Organisatoren bei privaten Spendern und auch durch eine Lotterie.

Ein weiterer Renovierungsschritt folgte 1998 —  ebenfalls wieder vom Eifelverein. Und nun steht erneut einiges an.  Dafür wird noch Geld benötigt. Der Vorsitzende der Ortsgruppe des Eifelvereins Echternacherbrück/Irrel, Hans Michael Bröhl und Ortsbürgermeister Gerhard Krämer freuen sich deshalb über Spenden.

 Bei der Liboriuskapelle am Ernzer Berg hat man eine grandiose Aussicht. Das kleine Gotteshaus ist erstmals im 17. Jahrhundert entstanden, zwischenzeitlich zur Ruine verfallen, zerstört und nach dem Krieg wieder aufgebaut worden. Jetzt steht erneut eine Renovierung an, für die noch Geld benötigt wird.
Bei der Liboriuskapelle am Ernzer Berg hat man eine grandiose Aussicht. Das kleine Gotteshaus ist erstmals im 17. Jahrhundert entstanden, zwischenzeitlich zur Ruine verfallen, zerstört und nach dem Krieg wieder aufgebaut worden. Jetzt steht erneut eine Renovierung an, für die noch Geld benötigt wird. Foto: TV/Nora John
 Bei der Liboriuskapelle am Ernzer Berg hat man eine grandiose Aussicht über die Sauer und Echternacherbrück. Das kleine Gotteshaus ist erstmals im 17. Jahrhundert entstanden, zwischenzeitlich zur Ruine verfallen, zerstört und nach dem Krieg wieder aufgebaut worden. Jetzt steht erneut eine Renovierung an, für die noch Geld benötigt wird.
Bei der Liboriuskapelle am Ernzer Berg hat man eine grandiose Aussicht über die Sauer und Echternacherbrück. Das kleine Gotteshaus ist erstmals im 17. Jahrhundert entstanden, zwischenzeitlich zur Ruine verfallen, zerstört und nach dem Krieg wieder aufgebaut worden. Jetzt steht erneut eine Renovierung an, für die noch Geld benötigt wird. Foto: TV/Nora John

Spenden werden erbeten auf das Konto des Eifelvereins, IBAN DE57 5865 0030 0001 1579 24, Stichwort Liboriuskapelle.