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Andreas Kruppert kandidiert für das Amt des Landrats im Eifelkreis

Landratswahlen : Kölsche Musik, Fußball und der Eifelkreis

Andreas Kruppert führt seit elf Jahren als Bürgermeister die Verbandsgemeinde Arzfeld und stellt sich nun zur Wahl als Landratskandidat. Er tritt als Einzelbewerber an, wird aber von der CDU, der SPD und den Grünen unterstützt.

Bevor sich Andreas Kruppert  im „Opulenza“, einem Café am Hahnplatz in Prüm, setzen kann, wird er von einem Passanten angesprochen, der ihm Glück für die Wahl wünscht und weitere Bekannte nicken ihm freundlich zu: Man kennt den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Arzfeld. Das Café hat er als Treffpunkt ausgesucht, weil man von hier aus einen tollen Blick auf die Basilika hat, und weil er den selbstgebackenen Kuchen schätzt. „Vom Streusel bis zum Sahnekuchen esse ich alles gern“, sagt er. Als Kind wollte er Bäcker werden, für einige Hochzeiten und Kommunionfeiern und auch für die Feierlichkeiten zur Taufe seiner Tochter hat er selbst gebacken.

Andreas Kruppert ist verheiratet, hat zwei Kinder, und die Musik spielt eine große Rolle in seinem Leben. Menschen, die ihn nicht als Verbandsbürgermeister kennen, sind ihm vielleicht schon einmal bei Veranstaltungen begegnet, bei denen er als Sänger der Kölsch-Band „Die Dompiraten“ aufgetreten ist.

Klavier und Schlagzeug hat er gelernt, mit achtzehn oder neunzehn seine erste Band gegründet, mit der er Country-Musik und Cover Rock gemacht hat. Seit rund 15 Jahren hat er sich dem Kölsch-Rock verschrieben. Seine musikalischen Anfänge hat er als Schlagzeuger im Musikverein Körperich gemacht, in verschiedenen Vereinen etwa in Wallendorf auch ausgeholfen und da seine Schwester Chorleiterin ist, hat er auch im Kirchenchor Biesdorf-Geichlingen gesungen.

Die Corona-Zeit hat er zudem genutzt, um digital – via Skype – Gitarrenunterricht zu nehmen. „Für ein paar einfache Lagerfeuerlieder reicht es schon und für das ein oder andere Kölsche Lied auch.“

Neben der Musik gehört eine weitere Leidenschaft dem Fußball und dem 1. FC Kaiserslautern. In seinem Büro hängen zwei gerahmte Fußballtrikots. Eines ist von Kaiserslautern und auf dem hat die gesamte Mannschaft unterschrieben,  und eines ist von der Deutschen Nationalmannschaft, mit der Unterschrift von Bundestrainer Jogi Löw.

„Bei der Europameisterschaft 2008 in Österreich war ich mit Freunden vor dem Mannschaftshotel und Jogi kam raus und hat unterschrieben.“ Diese beiden Andenken, würde er auch, wenn er denn zum Landrat gewählt würde, mit in sein neues Büro nehmen.

Wenn er nicht gewählt wird, hat er folgenden Plan: „Ich würde wahrscheinlich den Montag nach der Wahl noch frei nehmen und dann am Dienstag mit gleichem Elan meine Arbeit für die Verbandsgemeinde Arzfeld weitermachen“, sagt er bestimmt.

Als klar war, dass Joachim Streit für den Landtag kandidieren würde, wurde natürlich gleich spekuliert, wer eventuell seine Nachfolgen in Frage käme. Es gab neben mir auch andere, für die der jetzige Zeitpunkt nicht der richtige war.“ Dazu ergänzt Kruppert: „Nach elf Jahren Verbandsbürgermeister ist das Amt des Landrats reizvoll, und meine Familie unterstützt mich.“

Sich selbst beschreibt er als ehrgeizig, bodenständig und positiv. „Bei der Arbeit lege ich Wert darauf, die Beteiligten bei Entscheidungsprozessen mitzunehmen. Es muss aber manchmal auch entschieden werden und das mache ich dann  auch.“ Als Beispiel führt er die Windenergie an, bei der die Verbandsgemeinde die Flächen angepachtet hat und die Bürger Wind­sparbriefe erwerben konnten. „Wer wollte, konnte ein Stück abhaben.“

Am Eifelkreis und seinen Bewohnern schätzt er das hohe ehrenamtliche Engagement auf vielen Ebenen. „Egal ob bei der Beetpflege, in Vereinen oder der Renovierung von Gemeindegebäuden, die Menschen ziehen mit und das in einem hohen Maß“, sagt Andreas Kruppert.