Angeklagter muss für zwei Jahre und acht Monate in Haft

Prozess wegen Betrugs am Amtsgericht Bitburg : Betrug um 40 Goldmünzen: 32 Monate Haft für Angeklagten

Das Schöffengericht Bitburg hat eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und acht Monaten gegen einen 29-jährigen Angeklagten verhängt. Er hatte sich als falscher Polizist ausgegeben und eine ältere Bitburgerin um Goldmünzen im Wert von 20.000 Euro betrogen.

Als „ unterstes Niveau“ bezeichnete Staatsanwalt Holger Schmitt die Tat des 29-jährigen Angeklagten, der sich am Mittwoch wegen gemeinschaftlichen gewerbsmäßigen Betrugs vor dem Amtsgericht Bitburg verantworten musste. Er hatte sich von einer älteren Bitburgerin 40 Goldmünzen aushändigen lassen, um sie angeblich in Sicherheit zu bringen. Zuvor hatte sich ein Anrufer bei der 79-Jährigen gemeldet, sich als Polizist ausgegeben und berichtet, ihr Name sei auf einer Liste aufgetaucht, die bei einer gefassten rumänischen Diebesbande entdeckt worden sei. Ihre Wertsachen seien nicht sicher und würden von einem Polizisten abgeholt. Und so erschien der 29-Jährige am 22. Januar 2018 bei der älteren Frau und holte die Goldmünzen im Wert von 20 000 Euro ab, die er dann nach eigener Aussage an einen ihm Unbekannten aushändigte. Später soll er dafür 2000 Euro bekommen haben. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte sich des gemeinschaftlichen gewerbsmäßigen Betrugs in mehreren Fällen schuldig gemacht hat. Auch das Amtsgericht Böblingen (Baden Württemberg) hatte den Angeklagten wegen einem ähnlichen Vergehens verurteilt, ein Urteil vom Amtsgericht Büdingen (Hessen) steht noch aus. Das Bitburger Urteil ist rechtskräftig.

(ma)
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