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Anschaffung von Funkzentrale verzögert sich

Bei der Ausschreibung kamen zu teure Angebote heraus : Anschaffung von Funkzentrale verzögert sich

(cha) Das Katastrophenschutzzentrum des Eifelkreises soll eine neue Fernmeldezentrale bekommen. Die Technik soll die Kommunikation zwischen den Rettungskräften in Krisensituationen erleichtern. Und auch von dem Gebäude in der alten Kaserne einen Zugang schaffen, um Funksprüche zu empfangen und zu versenden.

Derzeit sind die Möglichkeiten diesbezüglich wohl begrenzt. Weswegen der Kreisausschuss sich einstimmig dafür ausgesprochen hat, entsprechend nachzurüsten.

Fragen warf in der Sitzung am Montag allerdings die Preisberechnung für die Anlage auf. So belief sich die ursprüngliche Kostenschätzung für die Zentrale auf 85 000 Euro. Bei der Ausschreibung dann aber lag das niedrigste Gebot bei mehr als der doppelten Summe, nämlich 193 336 Euro. Pikant dabei: Die Schätzung und das Mindestgebot stammen von derselben Firma, der Kalina Funktechnik GmbH.

Für Rainer Hoffmann (SPD) ist das „völlig unverständlich“: Wie kann es sein, dass eine Firma zuerst die Kosten schätzt, um dann ein doppelt so teures Angebot zu machen?“ Und auch bei der Kreisverwaltung wollte man den höheren Preis nicht akzeptieren. Und hat die Vergabe daher wegen des „unwirtschaftlichen Ergebnisses“ aufgehoben. Und das Projekt Ende April neu ausgeschrieben.

Die Angebotsöffnung soll am am  26. Mai erfolgen. Der Ausschuss hat der Vergabe an den günstigsten Anbieter vorab zugestimmt. Schon jetzt rechnet die Verwaltung damit, billiger davon zu kommen. Man habe die Ausschreibung überarbeitet und Einsparungen vorgenommen. Die Kostenschätzung für die Fernmeldezentrale liegt nunmehr bei 77 500 Euro.