Anschauliche Sitzung am Ort des Geschehens

Dem Wetter angepasstes Schuhwerk empfiehlt Bitburgs Stadt-Chef Joachim Streit den Mitgliedern des Bauausschusses für die Sitzung am heutigen Mittwoch. Nicht ohne Grund. Geht es doch der Anschaulichkeit halber raus zum Ort des Geschehens, dem geplanten Neubaugebiet "In der Persch" im Stadtteil Masholder.

Bitburg. Platz für rund 50 neue Häuser bietet das 6,5 Hektar große Neubaugebiet, das im Gebiet "In der Persch" in Masholder geplant ist und von der Schuh GbR erschlossen wird. Neben Einzel- und Doppelhäusern sind auch ein Spielplatz sowie Erschließungsstraßen (von der Brückenstraße und vom Bittenbach), ein "Entschleunigungs-Streifen" für den Verkehr von der B 257 und ein Lärmschutzwall angedacht.

Im März dieses Jahres hatten Ortsbeirat und Bauausschuss den Vorentwurf für das Neubaugebiet einstimmig abgesegnet. In der heutigen Bauausschuss-Sitzung, zu der wieder der Ortsbeirat Masholder eingeladen ist, geht es nun um die nächste Hürde: Einleitung des Bebauungsplan-Verfahrens. Zuletzt war strittig, was mit dem Bolzplatz passiert, der mitten im Plangebiet liegt (der TV berichtete). Ins Wohngebiet integriert werden kann er aus immissionsschutz-rechtlichen Gründen nicht - wegen der Geräuschkulisse müssen Bolzplätze mindestens 300 Meter Abstand zu einem Wohngebiet haben. Wie der Forderung des Ortsbeirats nach einem Ersatz für den Bolzplatz nachgekommen werden kann, soll heute bei einer Ortsbegehung geprüft werden.

Nächstes Thema ist die Änderung des Bebauungsplans "Mettericher Straße, Waldstraße, Wiesenstraße" in Mötsch. Ziel ist es, am Ende der Waldstraße eine Wendeanlage zu bauen. Der Bauausschuss entscheidet heute über Anregungen und Änderungen, die Bürger, Behörden und Träger öffentlicher Belange vorgebracht haben. Zuletzt wehrten sich Waldstraßen-Anwohner, weil sie mit der Umverteilung der Erschließungskosten nicht einverstanden waren (der TV berichtete). Während die Stadt von einer Ersterschließung ausgeht, bei der 90 Prozent der Kosten auf die Anlieger verteilt werden können, finden jene Anlieger, die dort bereits seit Jahren wohnen, dass die Waldstraße auch vorher bereits eine voll funktionstüchtige Straße war. Handelt es sich um eine Erst-Erschließung, kämen auf die "alten" Waldstraßen-Anlieger Kosten von mehr als 20 000 Euro pro Grundstück zu.