Anzeige erstatten
Zur Debatte um den von amerikanischen Militärflugzeugen verursachten Fluglärm meint dieser Leser:
Jahrelang haben Piloten aller Nationen, im Besonderen das amerikanische Militär, hier in der Region rund um den Nürburgring, übrigens zynischerweise demnächst Naturpark genannt, die schnellste Achterbahn der Welt benutzt: den Himmel über der Vulkaneifel. Erst nach starken Protesten, Strafanzeigen und dem Druck durch die Medien hat der Lärmterror etwas nachgelassen. Das reicht aber nicht. Nach vielen Jahrzehnten der flächendeckenden Verseuchung der Landschaft und vielleicht auch des Trinkwassers durch Treibstoffe und Lärm muss endlich Schluss sein damit.
Auch die Bewohner und besonders die Urlauber in der Eifel haben laut Grundgesetz ein Recht auf Unversehrtheit und Würde.
Stundenlanges Kreisen über dem Ort, Tieflüge und das Zünden des Nachbrenners über dem Ort - in der Eifel ist alles erlaubt. Zu jeder Tages- und Nachtzeit.
Alle anders lautende Aussagen sind in meinen Augen schlicht falsch. Es gibt keine Regeln, und deshalb können diese auch nicht eingehalten werden. Oder hat diese Regeln schon irgendein Mensch nachgelesen? Wo stehen diese geschrieben? Und wenn, wer hat diese wohl für wen gemacht?
Die Aussagen der Militärs zeugen von mangelndem Respekt vor der Unversehrtheit und der Würde des Menschen. Aber an deutschen Feiertagen ruht der Pilot, da wird nicht geflogen. Wir danken dem Kommandanten! Ein bodenloser Zynismus! Ich rate allen Betroffenen, eine Anzeige wegen (versuchter) Körperverletzung und Nötigung direkt an die Staatsanwaltschaft zu stellen.
Uhrzeit, Dauer, wie viele Maschinen, eventuell Flugzeugtyp und wenn möglich Zeugen benennen. Protestbriefe an alle Institutionen, wie Verteidigungsminister von Deutschland, Ministerpräsident, Landräte, Bürgermeister, Gemeinderatsmitglieder.
Der Terror muss ein Ende haben, und da werden uns die Politiker erst weiterhelfen, wenn ihre Wiederwahl gefährdet ist.
Peter Kühbach, Kelberg-Rothenbach
FLUGLÄRM