Appartements entstehen: Wohnanlage füllt Baulücke im Herzen Neuerburgs

Stadtentwicklung : Wohnanlage füllt Baulücke in Neuerburg

Die Firma Eifelhaus Trier plant für einen Teil­bereich des „Ehemaligen Bahngeländes“ in Neuer­burg eine Wohnanlage mit insgesamt 20 bis 25 Wohnungen. Doch zunächst wird der Be­bauungsplan offengelegt, um die Öffentlichkeit am Planungsprozess zu be­teiligen.

Die Dorfzentren zu stärken, Baulücken zu füllen und alte Häuser vor dem Verfall zu retten - das ist gerade ein sehr aktuelles Thema in vielen Gemeinden der Region. Auch ein Mittelzentrum wie Neuerburg bildet da keine Ausnahme.

Seit vielen Jahren liegt ein Teilgebiet des „Ehemaligen Bahngeländes“ im Herzen der Stadt brach. Neben der Stadthalle und einem Textilunternehmen ist ein befestigtes, etwa 3100 Quadratmeter großes Gelände, das bislang hauptsächlich als Parkplatz genutzt wird. Allerdings bietet es viel mehr Stellplatzmöglichkeiten, als derzeit benötigt werden.

„Die Stadt hat seit langem ein hohes Interesse daran, diese Baulücke zu füllen und mehr Wohnraum anzubieten“, sagt Lothar Fallis, neuer Bürgermeister von Neuerburg. „Bislang war es aber aufgrund der festgesetzten Firsthöhe nicht wirtschaftlich, dort Bebauung anzubieten“, sagt Klaus Zimmermann vom Bitburger Planungsbüro Isu, der die Pläne dem Stadtrat vorstellt.

Firsthöhen von elf Metern und Traufhöhen von 7,50 Metern entsprächen nicht mehr den heutigen Baustandards. Heute seien Geschosshöhen im Wohnbereich von bis zu 2,75 Metern üblich. Für Deckenkonstruktion und Fußbodenaufbau in einer energiesparenden Bauweise müsse man mit zusätzlichen 0,50 Metern rechnen. Sein Vorschlag lautet deshalb, in diesem Bereich die Firsthöhe auf 13,50 Meter und die Traufhöhe auf 10,50 Meter anzuheben.

Für die Änderung des Bebauungsplans gibt es auch einen aktuellen Grund: Die Firma Eifelhaus aus Trier plant dort neben der Stadthalle eine Wohnanlage und im hinteren Bereich des Platzes ein Reihenhaus mit mehreren Wohneinheiten. „Insgesamt werden so 20 bis 25 Wohnungen entstehen“, sagt Hermann Schmitz, kaufmännischer Direktor von Eifelhaus Trier.

Das vordere Gebäude, das neben der Stadthalle gebaut werden soll, wird ein Staffelgeschoss haben, im hinteren Bereich soll das Gebäude ein Satteldach bekommen. Insgesamt investiere das Unternehmen nach jetziger Planung etwa 3,5 Millionen Euro, sagt Schmitz.

Auch in Zukunft soll es genug Parkplätze für die Anwohner und die Kunden des Einzelhandels und des Friseursalons geben. Das Gebäude entspräche neuesten energetischen Vorschriften,  wäre barrierefrei und bekäme einen Aufzug.

Der Stadtrat Neuerburg stimmte bei einer Gegenstimme für die Änderung des Bebauungsplans. Nun geht der Plan zunächst in die Offenlage.

Verläuft das Verfahren nach Plan, soll im Sommer schon mit dem Vertrieb der Wohnungen begonnen werden, sagt Schmitz. Aus der Erfahrung heraus seien die Wohnungen vor allem bei jungen Familien oder Menschen gefragt, die aus dem Umland in die Stadt ziehen möchten und keine Gärten oder Häuser mehr pflegen möchten, sagt Schmitz.

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