1. Region
  2. Bitburg & Prüm

Arbeiten in Eifeler Grundschulen: Nach der Sanierung, ist vor der Sanierung

Schule in Speicher wird fertig, bevor Bauarbeiten in Spangdahlem beginnen : Arbeiten in Eifeler Grundschulen: Nach der Sanierung, ist vor der Sanierung

Die Arbeiten an der Grundschule Speicher werden wohl abgeschlossen sein, bevor die Spangdahlemer Schüler dorthin umziehen. Deren Schule wird dann die nächste Baustelle werden.

Der Unterricht an der Grundschule Speicher hat längst begonnen. Doch auch während der Corona-Zwangspause waren die Flure nicht so leer, wie man vermuten könnte. Zwar blieben Kinder zuhause Dafür aber kamen Handwerker.

Denn Ende März hatte ein Gutachter der Kreisverwaltung Baumängel festgestellt, vor allem beim Brand- und Unfallschutz. Unter anderem mussten deshalb eine Rettungstreppe und eine Alarmanlage her, Holzteile durch nicht-brennbares Material ersetzt, Fenster und Türen getauscht und Wände gestrichen werden. Kostenschätzung: 250 000 Euro. So teuer allerdings, sagt der Speicherer Planer Eric Mathey, sei es jetzt gar nicht geworden: „Wir liegen derzeit unter der Kalkulation.“ Und die Handwerker seien schon fast fertig.

Letzte Metallarbeiten hat der Verbandsgemeinderat am Dienstag bei für rund 6000 Euro in Auftrag gegeben. Ärger bereitet Mathey nun nur noch die Bestellung einer speziellen Tür für die Turnhalle: „Lieferzeit: 13 Monate. Die kommt dann kurz vor Weihnachten.“ Ansonsten rechnet der Planer Ende Juli mit Abschluss der Arbeiten. Noch früh genug also für den Umzug der Spangdahlemer Schüler nach Speicher.

Denn auch in deren Grundschule stehen Bauarbeiten an, allerdings von der umfangreicheren Sorte. 1,4 Millionen Euro könnte die Sanierung des 60er-Jahre-Baus verschlingen. Unter anderem, weil das Gebäude mit Asbest belastet ist. Aber auch, weil die Bauherren seinerzeit weder an Brandschutz,noch an anständige Dämmung gedacht haben. Der Bau steht also vor einer Generalüberholung, mit der es laut Mathey nach den Ferien losgehen wird. Anders als in Speicher wird diese aber nicht binnen weniger Monate durch sein. Sondern wohl bis zu einem Jahr dauern. Weswegen Spangdahler und Herforster Kinder ab August erst mal in Speicher unterkommen sollen. Vorausgesetzt, es kommt zu keiner zweiten Infektionswelle. „Wir hoffen einfach, dass es bezüglich Corona so bleibt, wie es ist“, sagt Bürgermeister Manfred Rodens.