Arbeiten wie bei "The Wolf of Wallstreet"?

Bitburg · Die richtige Kleidung, eine perfekte Bewerbung, gute Manieren: Damit haben sich Schüler des St.-Willibrord-Gymnasiums und Auszubildende der Volksbank Bitburg in einem Exzellenzkurs beschäftigt.

Foto: (e_bit )

Bitburg. Was möchte ich in Zukunft machen? Studium? Ausbildung? Diese Fragen haben sich die 37 Teilnehmer des Exzellenzkurses, eines Kooperationsprojekts der Volksbank Bitburg und des St.-Willibrord-Gymnasiums mit dem TV als Medienpartner, gestellt. Eine Gruppe präsentiert gerade ein Projekt zum Thema "attraktiver Arbeitgeber" in der Volksbank Bitburg. Dort erhalten die 31 Schüler des Gymnasiums und die sechs Auszubildenden der Bank ihre Abschlusszertifikate. Innerhalb eines Jahres haben sie Kurse besucht, um sich für die Hürden des Berufslebens zu wappnen: Benimmregeln, richtiges Schreiben, Business-English. Aber sie lernten auch, die Spreu vom Weizen zu trennen, um so ihren passenden Arbeitsplatz finden.
In einer Präsentation stellt eine Gruppe das Unternehmen Google als besonders attraktiven Arbeitgeber vor. Sport- und Massageangebote während der Arbeitszeit? Das scheint bei Google kein Problem zu sein. Das zaubert den Jugendlichen schon während der Präsentation ein Lächeln ins Gesicht.
Auch beim nächsten Geschäftsessen werden sie bestens vorbereitet sein. Während eines Business-Dinners lernten sie alles über Tischmanieren. In einem eigens gedrehten Imagefilm berichtet Lorentz Schütz über seinen Lieblingskurs: "Mir hat das Business-Dinner am Besten gefallen, weil ich gerne esse." Die Besucher im Saal lachen laut. Es ist ein Film über kleine Impressionen vom Exzellenzkurs, der zeigt, dass die Jugendlichen nicht nur viel gelernt, sondern auch Spaß hatten.
Dieses Gefühl vermittelt auch die Gruppe, die sich mit dem Thema Arbeitsklima beschäftigt hat. "Gibt es ein zu gutes Betriebsklima?", fragt Markus Zeien und zeigt eine Szene aus dem Film "The Wolf of Wallstreet" mit tanzenden Musikern in Unterhosen, Sektausschank und Frauen in Unterwäsche. "Wie Sie gerade sehen, kann es ein zu gutes Betriebsklima geben", sagt er und lacht. Danach erklärt er dem Publikum sachlich, worum es wirklich geht. Am Ende bedanken sich alle bei ihren Lehrern für die gute Zeit. Lehrerin Marlen Meyer, die das Projekt von Anfang erheblich unterstützt hat, war dieses Jahr zum letzten Mal dabei.

Extra

Tamara Gasper, 20 Jahre, Auszubildende an der Volksbank Bitburg: "Der Business-Teil mit den Umgangsformen hat mir am meisten weitergeholfen. Es kommt immer gut an, wenn man gewisse Manieren hat." Markus Zeien, 18 Jahre, Schüler am St.-Willibrord-Gymnasium: "Von der Veranstaltung Literatur im Schloss habe ich am wenigsten gelernt. Da hatten wir nur die Vorlesung. Leider wurde das Thema später gar nicht mehr behandelt. Die ArchitecTour war sehr informativ, da ich später etwas mit Architektur machen möchte. Das war einer der Gründe, warum ich mich für den Exzellenzkurs entschieden habe." Anna Loch, 18 Jahre, Schülerin am St.-Willibrord-Gymnasium: "Seit dem Kurs fällt es mir leichter, mit Leuten zu reden. Man lernt vor allem, wie man sich vor anderen präsentiert. Ich bin dadurch auch ein bisschen selbstbewusster geworden." Gangolf Lennert, 16 Jahre, Schüler am St.-Willibrord-Gymnasium, denkt über witzige Momente während des Exzellenzkurses nach: "Das Interview mit der Lehrerin Frau Meyer war ganz lustig. Sie hat einige Anläufe gebraucht, um die Fragen zu beantworten. Zum Schluss hat es dann geklappt. Am meisten gebracht hat mir der Kurs zu dem Thema Umgangsformen."sjs