Archäologen wollen wieder in Herforst forschen

Weitere Untersuchungen hängen von einem Förderantrag ab : Archäologen wollen wieder in Herforst forschen

Mit etwas Glück und gutem Willen werden die Grabungen am Ortseingang von Herforst im nächsten Jahr weitergehen.

2017 hatten Archäologen dort unter einem Acker die Überreste eines römischen Industriereviers gefunden. Die Wissenschaftler des Römisch-Germanischen Zentralmuseums in Mainz legten antike Öfen frei, buddelten allerhand Keramik aus und kündigten an, bald wiederzukommen. 2019 schafften es die Forscher nicht mehr zur Fundstelle. Doch die Archäologen planen, das kündigt Grabungsleiter Holger Schaaff an, bald wiederzukommen.

Derzeit warten Mainzer nur aber noch auf einen Förderbescheid von der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Im Januar haben Schaaff und sein Team einen Zuschuss von 400 000 Euro beantragt. Von diesem Geld, sagt der Mainzer, hängen alle weiteren Untersuchungen ab.

Einsetzen wollen die Archäologen die Finanzspritze laut Schaaff, um „die tatsächliche Größe und Ausdehnung des Töpferbezirkes mittels moderner Methoden zu erfassen.“ Eine Schätzung gibt es bereits: Rund 200 weitere römische Öfen werden unter dem Feld vermutet. Es wäre eine der größten römischen Fundstellen in ganz Rheinland-Pfalz.

Derzeit ist davon nichts zu sehen. Das Loch ist lange zugeschüttet. Wenn die Forschungsgeminschaft grünes Licht gibt, könnten allerdings bald wieder Wissenschaftler anrücken. Mit einer Entscheidung über den Förderantrag rechnet Schaaf noch im Oktober: „Wir erwarten den Beschluss mit Spannung“.

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