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Arzfeld wächst im Südwesten

Arzfeld wächst im Südwesten

Mit klarer Mehrheit hat sich der Ortsgemeinderat Arzfeld für die Ausweisung eines Neubaugebiets am südwestlichen Ortsrand entschieden. "Auf der obersten Geigt" könnten rund 20 Baugrundstücke entstehen.

Arzfeld. Nach den ersten Überlegungen zur Dorfentwicklung im September (der TV berichtete) machte der Arzfelder Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung Nägel mit Köpfen. Ortsbürgermeister Alfons Kockelmann (CDU) berichtete zunächst von weiterer Bewegung bei noch freien Grundstücken im Besitz der Ortsgemeinde. Demnach sei "Am Sonnenhang" nur noch eine Fläche übrig, "Hinter Zwanken" drei.Private Besitzer von Baustellen rief die Gemeinde per Mitteilungsblatt auf, gegebenenfalls Verkaufsbereitschaft zu signalisieren. Persönliche Anschreiben wurden ebenfalls verschickt. So sollen Baulücken im Dorf möglichst geschlossen werden. Wegen des absehbaren Bedarfs will Arzfeld als Kleinzentrum mit der besonderen Funktion "Wohnen" weiteres Bauland erschließen. Der neue Bebauungsplan "Auf der obersten Geigt" fügt sich westlich an die bestehenden Gebiete "Auf dem Bungert", "Hammesgarten" und "Hinter Zwanken" an. Die Fläche liegt zwischen den Ortsausgängen in Richtung Irrhausen (B 410) und Arzfeld-Neurath (K 58). Durchfahrtsverbote in der Schulstraße bleiben

SPD-Fraktionsmitglied Hans Heyen plädierte dafür, ein bereits bebautes Grundstück aus der vorgesehenen Abgrenzung heraus zu nehmen. Verbandsgemeinde-Büroleiter Erwin Pütz erklärte, die Aufnahme in einen Bebauungsplan allein habe keine finanziellen Auswirkungen für betroffene Grundstückseigentümer: "Entscheidend für eine mögliche Beitragspflicht ist, ob für das Grundstück durch die Erschließung ein Vorteil entsteht." Weil Heyen das nicht überzeugte, stimmte er als Einziger gegen den Beschluss mit den vorgeschlagenen Grenzen.Vor Jahresfrist hatte der Rat eine Prioritätenliste zum Ausbau von Gemeindestraßen aufgestellt. Darauf steht die Hauptstraße ganz oben. Dementsprechend beschloss der Rat einstimmig bei zwei Enthaltungen, das Projekt Hauptstraße 2008 in Angriff zu nehmen.Die Hauptstraße gehört ebenso wie ein Teilabschnitt der Industriestraße zu den innerörtlichen Hauptverkehrsstraßen Arzfelds. Durch diese Definition, der der Landesbetrieb Mobilität zustimmen muss, können Fördermittel aus einem gesonderten Topf fließen. Die Schulstraße gehört nicht dazu, weil der Rat die dortigen Durchfahrtsbeschränkungen als Schutz der Schul- und Kindergartenkinder beibehalten will. Eine Aufhebung wäre Voraussetzung für die Chance auf Zusatz-Förderung gewesen.