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Auf dem Enztalradweg läuft's bald besser

Arzfeld. Auftrag erteilt: Der Enztalradweg wird auf dem 20 Kilometer langen Abschnitt in der Verbandsgemeinde Arzfeld mit einer stabilen Schwarzdecke versehen. Die Arbeiten beginnen Ende August. Fritz-Peter Linden

Arzfeld. Schöne Strecke, schweres Rollen: Der Enztalradweg, der auf 40 Kilometern von Lünebach bis Enzen in der Verbandsgemeinde (VG) Bitburg-Land vorrangig über die alte Bahntrasse führt, war bisher nicht überall mit einer befestigten Decke versehen. Das galt auch für den 20 Kilometer langen Abschnitt innerhalb der VG Arzfeld.
Das ändert sich jetzt: Die Planungen sind abgeschlossen, der Bauauftrag ist erteilt. Da freut sich auch Andreas Kruppert: "Endlich ist es so weit - der Radweg kann auf der kompletten Strecke in der VG eine Schwarzdecke bekommen", sagt der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Arzfeld. Der Auftrag für den bituminösen Ausbau ist vergeben, die Bitburger Firma Kohl-Bau soll Ende August mit vorbereitenden Arbeiten beginnen, Mitte September erfolgt dann der eigentliche Ausbau.
Die Befestigung des Radwegs war bisher nicht von der Kommunalaufsicht genehmigt worden (der TV berichtete). Im Frühjahr aber bewilligte der damalige Landes-Wirtschaftsminister Hendrik Hering (SPD) einen Zuschuss von 721 000 Euro, das sind 70 Prozent der Gesamtkosten von 1,03 Millionen Euro. Davon liegen die reinen Baukosten bei 800 000 Euro, hinzu kommen 230 000 Euro für den landespflegerischen Ausgleich, weil durch die Schwarzdecke Flächen versiegelt werden. Die übrigen
291 000 Euro übernehmen die VG Arzfeld und die Ortsgemeinden am Radweg: Arzfeld, Lünebach, Strickscheid, Euscheid, Üttfeld, Leidenborn und Jucken.
Gleichzeitig lässt der Kreis auf dieser Strecke Leerrohre verlegen - um die westlich gelegenen Dörfer dadurch später ans schnelle Internet anschließen zu können, sobald ein Anbieter dafür gewonnen werden kann.
"Die Arbeiten sollen etwa vier Wochen dauern", sagt Andreas Kruppert. "Bis zum Herbst werden wir fertig sein." Tatsächlich wollte man den Ausbau bereits vor den Sommerferien erledigt haben - "aber da hat uns der Vogelbrutkalender des Landes Rheinland-Pfalz einen Strich durch die Rechnung gemacht", sagt Kruppert. In den Ferien aber habe man auch nicht bauen wollen, damit die Urlauber in dieser Zeit den Radweg noch nutzen konnten. Der Bau des Enztalradwegs in der Verbandsgemeinde Arzfeld, 2005 begonnen, kostete 1,5 Millionen Euro. Noch ist er bis hinab nach Enzen nicht lückenlos befahrbar: Derzeit fehlt noch das etwa zwei Kilometer lange Stück zwischen Neuerburg und Daudistel, die Radfahrer werden dort über die Landesstraße 4 geleitet. Die Planung der anstehenden Arbeiten in der VG Arzfeld hat der Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Gerolstein übernommen. Dort sitzt man auch an den Vorbereitungen für den Ausbau des Kylltalradwegs zwischen Jünkerath und Losheim. Weil der Radweg auch durch Nordrhein-Westfalen führt, sind daran die LBM-Kollegen nördlich der Grenze ebenso beteiligt wie der Kreis Euskirchen. Zurzeit laufen außerdem die Verhandlungen über den Kauf der Bahntrasse, sagt Oliver Arimond vom LBM.