Auf Hoffmann folgt Hofmann

Bitburg · Er hat das Bildungswerk des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in der Region Trier vor knapp 29 Jahren auf- und zu einer Familienbildungsstätte ausgebaut. Zum Ende des Jahres verlässt Rainer Hoffmann seinen Posten und übernimmt die Geschäftsführung des DRK-Kreisverbands Bitburg-Prüm. Nachfolger Klaus Hofmann ist in den eigenen Reihen groß geworden.

Bitburg. "Es war herausragend, dass wir es geschafft haben, die eigene Bildungsarbeit in einen Verein auszugründen", erinnert sich Rainer Hoffmann an die Anfänge des DRK-Bildungswerks, das er als Leiter seit 1995 aufgebaut hat.
Zuvor gab es separate Kursangebote in den verschiedenen Bereichen des DRK. Ziel war es, Bildung als Schwerpunktarbeit zu installieren und die Synergien im Bereich Verwaltung, Dozentenbetreuung und Anmeldung zu nutzen. "Wir haben gesehen, wenn wir eine eigene Struktur haben, können wir uns ganz anders auf die Bildungsarbeit konzentrieren", sagt der 48-Jährige.
Und doch war es nur der Anfang der Erfolgsgeschichte. "Was uns einen riesigen Schritt weitergebracht hat, war 2007 die Anerkennung als Familienbildungsstätte, als einzige des DRK im Land", sagt Hoffmann. "Wir wurden anders wahrgenommen", und es habe mehr Fördermittel gegeben. "Wir haben in der Folge stärker mit dem DRK Vulkaneifel kooperiert, weil es dort keine eigene Familienbildungsstätte gab." Am 1. Januar 2012 erfolgte der Zusammenschluss zum Bildungswerk Eifel, am 1. Januar 2013 kamen auch die Kreisverbände Bernkastel-Wittlich und Trier-Saarburg hinzu. Nach der Fusion ist das DRK-Bildungswerk Eifel-Mosel-Hunsrück mit Geschäftsstellen in Bitburg, Daun, Trier und Wittlich das einzige in ganz Rheinland-Pfalz. "Die tragenden Mütter sind die vier Kreisverbände, die uns die Bildungsarbeit satzungsgemäß übertragen haben", erklärt Hoffmann.
Nachfolger kennt den Verband


Der 48-Jährige wird zum 1. Januar das Staffelholz an seinen Nachfolger Klaus Hofmann (34) weiterreichen; er wird Kreisgeschäftsführer (der TV berichtete). "Wir kennen ihn aus der Rotkreuz-Jugend; er ist im Verband bekannt, und er kennt den Verband", sagt Hoffmann. "Es war ein Glücksfall, dass wir ihn zurück gewonnen haben." Hofmann ist in Prüm aufgewachsen und war ehrenamtlich bis 1999 im DRK-Kreisverband im Rettungsdienst und zuletzt auch als Kreisjugendleiter aktiv.
Hofmann, der seinen neuen Job am 15. Dezember antritt, ist zurzeit stellvertretender Abteilungsleiter der Rotkreuz-Gemeinschaften und Referatsleiter Jugend-Rotkreuz im Landesverband Rheinland-Pfalz in Mainz und engagiert sich auch ehrenamtlich beim Jugend-Rotkreuz und im Katastrophenschutz.
Für seinen Wechsel nennt der passionierte Läufer und Alpin-Skifahrer neben familiären Gründen - "meine Frau und ich wollen wieder zurück in die Heimat" - die interessante Stelle:: "Die Leitung des Bildungswerks bietet eine riesige Chance. Da gibt es aufgrund der Fusion große Ressourcen, und man kann sehr viel selber gestalten."
Zudem liege ihm der Bildungsbereich am Herzen. Besonderes Augenmerk will der 34-Jährige, der in Bonn Betriebswirtschaftslehre, Sport- und Erziehungswissenschaften studiert hat, künftig auf die Gesundheitsförderung legen.
Standbein Erste Hilfe


Ausbauen möchte er die pflegerische Aus- und Fortbildung sowie Angebote im Seniorenbereich, "ohne die Familienbildung zu vergessen".
Auch das Standbein Erste-Hilfe-Ausbildung müsse fest bleiben. Wenn einem ein Kind so ans Herz gewachsen sei wie ihm das Bildungswerk, so Rainer Hoffmann, "ist man froh, wenn man einen guten Nachfolger gefunden hat und weiß, das läuft in unserem Sinne weiter".Extra

Mit der Gründung des Bildungswerks am 13. September 1995 hat der DRK-Kreisverband Bitburg-Prüm die Bildungsangebote, die innerhalb des Roten Kreuzes bestanden und vorher in verschiedenen Bereichen organisiert waren, unter einem Dach zusammengefasst. Die Angebote der allgemeinen, personen-, familien-, freizeit- und berufsbezogenen Aus- und Weiterbildung wenden sich an alle Bevölkerungsgruppen - vom Säugling bis zum Senior. Zum 1. Januar 2012 wurde das DRK-Bildungswerk Eifel gegründet, das neben Bitburg-Prüm auch die Vulkaneifel beinhaltet hat. 2013 kamen die Kreisverbände Bernkastel-Willich und Trier-Saarburg inklusive Stadt Trier hinzu. Zurzeit arbeiten 16 hauptamtliche Mitarbeiter in den Geschäftsstellen in Bitburg, Daun, Trier und Wittlich. 350 Referenten sind für die DRK-Bildungsarbeit im Einsatz und betreuen mit ihren Bildungsangeboten 8000 Menschen. Das Bilanzvolumen beträgt rund 800 000 Euro. mehiExtra

Das DRK-Berufsbildungswerk Eifel-Mosel-Hunsrück konzentriert sich auf neun Bildungsbereiche: die klassische Erste Hilfe, die berufliche Aus- und Weiterbildung etwa im Bereich Erziehung, EDV, Sprache, der Fachbereich Pflege, die klassische Familienbildung, Gesundheits-, Frauen- und Seniorenbildungsprogramme, medizinische Fort- und Weiterbildung sowie die Aus- und Weiterbildung innerhalb des Verbands selbst. Zudem bietet der Verein in Kooperation mit den Kreisverbänden verschiedene Bildungs- und Seniorenreisen an. mehi