Aufgeben gilt nicht

HEMMERES. (fpl) Nach dem Stallbrand vom Freitag (der TV berichtete): Landwirt Stefan Peters aus Hemmeres kämpft um Hof und Tiere – und viele helfen ihm dabei.

Freitagnachmittag auf dem Hof von Familie Peters: "Hier, kommen Sie ruhig mal mit und machen Sie davon ein Foto", sagt Senior Peter Peters. "Das ganze Vieh läuft im Freien herum." Mehr als 30 Kühe stehen auf freiem Feld. Immerhin: Den größten Teil der 150-köpfigen Herde konnte die Familie in einem gepachteten Nachbarstall unterbringen. Aber ein Kälbchen ist dann doch am Morgen noch gestorben. Und für die anderen gibt es derzeit keinen Unterstand. "Und das jetzt", sagt Peter Peters. "Was sollen wir machen?"Nirgends Platz für 35 Tiere

"Ich habe schon an ein paar Stellen angerufen", sagt sein Sohn Stefan Peters, der den Hof betreibt. "Aber wir kriegen das Vieh nirgendwo unter." Nasskalt ist es, hier auf genau halber Strecke zwischen den Grenzdörfern Hemmeres und Elcherath. Noch liegt der Schnee der vergangenen Tage auf den Feldern, aber seit Stunden fällt Dauer-Regen und erschwert die Arbeiten. Das Feuer, am frühen Morgen aus noch ungeklärter Ursache ausgebrochen, hat Stall und Scheune des Hofs an der Ourtalstraße zerstört. Die einzig gute Nachricht: Die Nachbarn waren sofort da und halfen der Familie, die Tiere zu retten. Und das direkt angrenzende Wohnhaus blieb dank der schnell angerückten Feuerwehren aus den Nachbarorten Winterspelt, Habscheid und Bleialf sowie aus Prüm und Bitburg ebenfalls vom Feuer verschont."Nach dem Winter sehen wir weiter"

Auch am Samstag sind immer noch viele Helfer am Brandort, entmisten, transportieren Heu fort, räumen auf oder sichern das verkohlte Dachgerippe des abgebrannten Gebäudes. Rund 25 Tonnen Getreide müssen noch fortgebracht werden. Aber: Einige Tiere kann er wieder unterstellen. Peters ist allen Helfern und Einsatzkräften dankbar: "Gestern, heute, hier waren Leute ohne Ende", sagt er. "Sonst würd's auch nicht gehen." Aufgeben kommt nicht in Frage. Der Plan: Den bisher unbedachten Teil der Scheune mit einem Notdach abzudecken. "Wir versuchen, den halben Stall wieder so weit hinzukriegen, dass wir über den Winter kommen". sagt Stefan Peters. "Und dann sehen wir weiter."

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