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Ausflug in den Forst im Jahr des Waldes

Ausflug in den Forst im Jahr des Waldes

Mitglieder des Stadtrats Bitburg, des Forstamts und des Ortsbeirats Mötsch haben sich zur Waldbegehung im Forstrevier Bitburg-Steinborn getroffen und von Revierleiter Otmar Koch Informationen aus erster Hand über Holzernte und Aufforstung erhalten.

Bitburg. Das Forstrevier Bitburg-Steinborn umfasst rund 1650 Hektar Wald - davon liegen knapp 900 Hektar auf Bitburger Gemarkung (siehe Extra). Im Revierteil Mötsch haben sich Mitglieder des Stadtrats Bitburg, des Forstamts und des Ortsbeirats Mötsch zum Waldbegang getroffen. Revierleiter Otmar Koch führte die Gruppe und informierte über die Laubholzwirtschaft sowie die Walderholung im Gemeinschaftsforstrevier Bitburg-Steinborn.
Im Stadtwald finden sich Laubbäume vor allem auf den Kalkstandorten rund um Bitburg. Die meisten Fichten stehen hingegen hauptsächlich im Revierteil Waxbrunnen, auf der Gemarkung Sefferweich sowie in Neidenbach auf sauren Buntsandsteinstandorten.
Im kommenden Winter sollen vor allem beschädigte und qualitativ minderwertige Bäume gefällt werden, die kleine Kronen haben. Biotopbäume - also etwa Totholz - oder Bäume, die von Spechten besiedelt sind, werden von der Fällung ausgenommen.
In Teilen der Gemarkung Mötsch wird der Wald derzeit verjüngt. Neben nachwachsenden Bäumen des bestehenden Bestands wurden auch bewusst Esche, Bergahorn, Vogelkirsche und Rotbuche dort angepflanzt.
In der Wintersaison 2010/2011 wurden rund 1000 Festmeter Brennholz an private Endkunden und rund 250 Festmeter an gewerbliche Energieholzkunden verkauft. Das brachte einen Erlös von 56 000 Euro. "Hinzu kommt, dass dadurch die Energie von 350 000 Litern Heizöl ersetzt werden konnte", erklärte Revierleiter Koch. Die Nachfrage nach Brennholz sei nach wie vor hoch.
Das Jahr 2011 wurde von der Vollversammlung der Vereinten Nationen zum Jahr der Wälder ausgerufen, um die Bedeutung des Waldes für das Ökosystem ins Bewusstsein zu rücken. ela
Eckdaten Forstrevier: Die Stadt Bitburg besitzt knapp 900 Hektar Wald. Seit Januar 2009 hat sich die Stadt zu einem Gemeinschafts-Forstrevier mit zusammen rund 1650 Hektar mit den Ortsgemeinden Fließem und Steinborn zusammengeschlossen. In diesem Jahr ist ein Holzeinschlag von knapp 4000 Festmetern geplant. Vor allem Rotbuche (gut 2000 Festmeter) sowie Fichten und Tannen (etwa 1500 Festmeter) sollen geerntet werden. Der Forstbetrieb rechnet mit Einnahmen von etwa 190 000 Euro. Die größten Ausgaben sind Personalkosten für einen Revierleiter und vier Forstwirte mit rund 163 000 Euro. Die Stadt Bitburg erwirtschaftet unter dem Strich mit dem Forst im Schnitt einen Gewinn von rund 30 000 Euro. (scho) Veranstaltungen zum Thema Wald:19. September: Veranstaltung zum internationalen Jahr der Wälder, Preisverleihung Waltartpreis der Stadt Bitburg; 15. bis 29. September: Waldtournee, Fußgängerzone Bitburg; 24./25. September: Wald und Wasser, Veranstaltung der Stadtwerke im Königswäldchen und in der Kläranlage Ost. (ela)