Ausstellung erinnert an jüdische Nachbarn

Ausstellung erinnert an jüdische Nachbarn

Das Eifeler Bündnis gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt zeigt die Ausstellung "Wir waren Nachbarn". Sie ist in Schleiden in der Nordeifel zu sehen und soll an eine der größten jüdischen Gemeinden in der Eifel erinnern.

Schleiden. Der Arbeitskreis Judit. H. versucht seit einigen Jahren, Spuren des jüdischen Lebens zu finden und die Geschichte der Juden im "Oberen Oleftal" (von Schleiden bis Hellenthal und Reifferscheid) stärker ins Bewusstsein der Menschen zu rücken.
Die Mitglieder setzen sich dafür ein, dass die ehemaligen Mitbürger nicht vergessen werden und dass sich die Verbrechen des Nationalsozialismus nie mehr wiederholen.
Aus diesem Grund wurde vom Verein auch eine Erinnerungstafel am ehemaligen jüdischen Bethaus in Blumenthal und ein Mahnmal am einstigen Standort der Blumenthaler Synagoge errichtet. Bis zur Machtergreifung des NS-Regimes 1933 prägten die Mitglieder der jüdischen Gemeinden gemeinsam und einvernehmlich mit den christlichen Gläubigen den Alltag in unserer Region.
Blumenthaler Synagoge zerstört


Am 9. November 1938 wurde die 1904 erbaute Synagoge im Schleidener Ortsteil Blumenthal (Kreis Euskirchen) von den Nationalsozialisten in Schutt und Asche gelegt. Kurz darauf begann die Deportation und Ermordung jüdischer Nachbarn.
Bei der Ausstellung "Wir waren Nachbarn" in der Galerie Eifel Kunst in Schleiden-Gemünd werden historische Fotos, Gegenstände und Schriftstücke ausgestellt.
Gezeigt werden auch Orignaldokumente aus der Zeit zwischen 1850 und 1940. Auf historischen Bildern sind auch die ehemaligen Häuser der jüdischen Mitbürger zu sehen. Klassenfotos zeigen zudem die jüdischen Kinder in der evangelischen Volksschule. red
Die Galerie Eifel Kunst, Schleidener Straße 1, 53937 Schleiden-Gemünd, ist samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Besuche außerhalb der Öffnungszeiten können unter der Telefonnummer 0157/36941876 angemeldet werden.