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Autocross-Spektakel in Krautscheid nur was für Wetterfeste

Motorsport : Autocross-Spektakel in Krautscheid nur was für Wetterfeste (Fotos)

Bei dem internationalen Rennen in den Laachen mussten Fahrerinnen und Fahrer sowie die Fans absolut wetterfest sein. Dafür bekamen sie Autocross vom feinsten geboten.

(jüb) Wer am ersten Oktober-Wochenende in den Krautscheider Laachen sein Vergnügen suchte – und es dort letztendlich auch fand – der musste erstens ziemlich wetterfest sein. Zweitens die für Regengüsse, verschlammten Untergrund, Blitz, Donner und ein paar dürftige Sonnenstrahlen richtigen Klamotten am Leib haben. Und er musste vor allem eines sein: ein Liebhaber deftiger Gladiatorenkämpfe über Stock und Stein in ausgeschlachteten Autos, die einmal für den Straßenverkehr zugelassen waren.

Frauen fahren auch beim Autocross in Krautscheid mit

„Bitte mal die Augen ausspülen. Ich sehe kaum noch was.“ Derlei Bitten von Fahrerinnen (ja, auch die gibt es im Autocross) und Fahrern, wurden den Frauen und Männern vom DRK-Ortsverein Prüm, die an beiden Tagen mit zwei Einsatzfahrzeugen und einem Fußtrupp am Sonntag nicht nur prophylaktisch vor Ort waren, immer wieder vorgetragen. Autocross ist nicht nur was für die „Salonlöwen“ unter den Motorsportlern und bei den Rotkreuzlern aus der Abteistadt fanden sie Erste Hilfe.

„Bis jetzt war noch nichts Besonderes, das Gleiche halt wie immer, wenn hier gefahren wird“, erzählte uns Niko Nahrings vom DRK-Ortsverein Prüm, auf was er und seine Kolleginnen und Kollegen vom DRK-Ortsverband Prüm vorbereitet sein mussten.

Ein paar Prellungen in den offenen Käfigen der Cross-Fahrzeuge gehörten wie eben auch mit Schmutz und Schlamm verschmierte Augenwinkel zum Alltagsgeschäft bei diesen Motorsport-Exoten.

Suppige Fahrbahn für Motorsport-Exoten aufgrund von Regengüssen

Am Rand der braunen, bei heftigen Regengüssen fast schon suppigen Fahrbahn, hatten es sich die Zuschauer mit Gummistiefeln, Regenschirmen, Überhängen und Campingstühlen so bequem wie möglich gemacht, um Zeuge der einzelnen Rennläufe zu sein, die im Minutentakt mit heftigen Topspeed-Duellen untereinander ausgetragen wurden.

„Wir sind froh, dass wir endlich wieder fahren können, die Einnahmen durch die Corona-bedingten Absagen haben uns auch wehgetan“, hieß es im Zeitnehmerturm am Ziel der Strecke.

Unmittelbar dahinter hatten sich etliche Bergefahrzeuge, umfunktionierte Traktoren von befreundeten Landwirten des ausrichtenden ACL Krautscheid, positioniert. Denn beim Autocross mussten immer wieder die Havaristen aus der „Lehmkaul“ gezogen werden, damit der Kurs wieder frei war.

Wetterfest: Krautscheider lassen sich den Autocross-Spaß nicht verderben.
Wetterfest: Krautscheider lassen sich den Autocross-Spaß nicht verderben. Foto: Jürgen C. Braun
 Wetterfeste Krautscheider lassen sich Autocross-Spaß nicht erlauben
Wetterfeste Krautscheider lassen sich Autocross-Spaß nicht erlauben Foto: Jürgen C. Braun

Und das Fahrerlager oberhalb der Strecke musste für die drei Tage ebenfalls für Gäste befahrbar und begehbar gemacht werden. Nur mit Gemeinschaftsarbeit ist so ein internationales Rennen mit allem Drumherum zu stemmen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Autocross in Krautscheid