Autos parken statt Mauern hochziehen

Autos parken statt Mauern hochziehen

BITBURG. Die Freiflächen am Südende des Beda-Platzes bleiben vorerst Parkplatz. Zwar gibt es Pläne für den Bau von Wohn- und Geschäftshäusern. Einen Termin für einen Baubeginn gibt es bisher aber nicht.

Die unendliche Geschichte geht weiter. Trotz ultimativer Aufforderung an die Grundstücksbesitzer, die derzeit als Parkplatz genutzten Flächen am Südende des Platzes zu bebauen, ist noch kein Bagger in Sicht. Und es wird in den kommenden Wochen auch keiner anrollen. "Das Ganze ist noch nicht spruchreif"

Bernd-Günther Herwegen, der die Genehmigung für den Bau des Wohn- und Geschäftshauses im westlichen Bereich der Fläche beantragt hat, kann noch nicht sagen, wann die Bauarbeiten beginnen. Jeweils drei Wohnungen mit einer Größe von rund 88 Quadratmetern, drei Wohnungen mit jeweils 65 Quadratmetern, sowie eine Wohnung und ein Appartement im Dachgeschoss möchte er errichten. Im Erdgeschoss sollen sich Büros oder Geschäfte einmieten. "Die Vermarktung gestaltet sich nicht einfach", sagt Herwegen. Ehe die Flächen nicht ausreichend vermarktet sind, wird es nach Aussagen von Herwegen keinen Baubeginn geben. Friedhelm Schneider von der Firma Schneider-Steffen GbR Bleialf, der der östliche Teil des Schotter-Parkplatzes gehört, sagte im Gespräch mit dem TV, dass es derzeit keine so konkreten Planungen gebe, als dass darüber berichtet werden könnte. "Das Ganze ist noch nicht spruchreif", sagte Schneider. So richtig Bewegung in die Sache ist damit immer noch nicht gekommen, obwohl die Stadt Anfang des Jahres bereits den Druck auf die Besitzer der beiden Flächen erhöht hatte. Diese sollten endlich ihre vor mehr als sechs Jahren gemachte Ankündigung umsetzen: Anstelle vier alter und nicht mehr sanierungsfähiger Häuser sollten Neubauten entstehen, die dem Beda-Platz einen respektablen Abschluss Richtung Gartenstraße geben. Bis Ende Juni sollte eine Baugrube ausgehoben sein. Das war die Minimalforderung, auf die sich die städtischen Gremien geeinigt hatten. Zudem sollten die Gebäude bis Ende 2007 fertig sein. Hielten sich die Eigentümer nicht an die Vorgaben, sollten sie Zuschüsse zurückzahlen. Diese waren im Zusammenhang mit dem Abriss der alten Wohnhäuser an der Gartenstraße geflossen. Der Juni ist Vergangenheit, der Juli ist auch schon vorbei, von einer Baugrube ist aber immer noch nichts zu sehen. Dafür gibt es aber einen Bauantrag für ein Wohn- und Geschäftshaus. Der wiederum hat wohl die städtischen Gremien dazu veranlasst, die Fristen noch einmal zu verlängern. Dem Antrag des einen Grundstückseigentümers zur Verlängerung des spätesten Baubeginns auf der Fläche bis 30. September wurde stattgegeben, teilt Werner Krämer, Sprecher der Stadt Bitburg, mit. Dem Antrag der anderen Grundstückseigentümer zur Verlängerung des Baubeginns bis zum Frühjahr 2007 habe das Gremium nicht stattgegeben. Stattdessen gelte auch für dieses Grundstück der 30. September als letztmöglicher Baubeginn, teilte Krämer mit. Bis Ende 2007 sollen die Häuser fertig sein. Kein Wort über die Höhe der Zuschüsse

Damit verbunden wurde klargestellt, dass es sich um die letzte Fristverlängerung handelt. Die Verwaltung wurde deshalb beauftragt, unmittelbar nach Verstreichen der Frist den Kostenerstattungsbetrag für den Abriss der ehemaligen Gebäude ohne weitere Beteiligung der städtischen Gremien nebst Zinsen zurückzufordern. Zu Höhe der damals gezahlten Zuschüsse wollte der Stadtsprecher mit Hinweis auf das Vertrauensverhältnis zwischen Stadt und den privaten Vertragspartnern nichts sagen. Zu Spekulationen, dass damals ein hoher fünfstelliger Euro-Betrag geflossen sei, wollte Krämer sich nicht äußern.