B 51: Bald geht es wieder auf die Umleitung

B 51: Bald geht es wieder auf die Umleitung

In rund zwei Wochen entsteht auf der B 51 die nächste große Baustelle: Mitte Mai beginnt der dreispurige Ausbau zwischen der K 29 und dem Helenenberg. Autofahrer werden dann auf einen parallel verlaufenden Weg umgeleitet. Im Herbst kommenden Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Meilbrück/Helenenberg. Mit den Baustellen auf der B 51 ist es wie mit dem Hausputz: Kaum sieht es an einer Stelle gut aus, ist auch schon die nächste fällig.
Der Bauabschnitt zwischen der ehemaligen Abfahrt zur K 29 und der Tankstelle Meilbrück ist seit einigen Monaten fertig. Auf drei neuen Fahrspuren geht es dort bei einem Tempolimit von 100 Kilometern pro Stunde inzwischen zügig voran. Auch die Unterführung der K 29 ist seit vergangenem Freitag befahrbar, so dass Autofahrer nun wieder zwei Möglichkeiten haben, von Idenheim nach Meckel zu kommen.
Doch schon Mitte Mai entsteht auf der 1,8 Kilometer langen Strecke zwischen der neuen Unterführung und dem Helenenberg die nächste große Baustelle. Denn der insgesamt rund zwölf Millionen teure Ausbau geht in seine dritte und letzte Runde. Ziel des Ganzen ist es nicht nur, die Fahrt von Trier nach Bitburg schneller und angenehmer zu machen - auch sicherer soll sie werden.
Zum einen dadurch, dass die Gefahr geringer ist, beim Überholen mit entgegenkommenden Autos zu kollidieren. Zum anderen dadurch, dass gefährliche Kreuzungen entschärft werden. Daher werden bald auch dort, wo die K 27 (Gilzem/Idesheim) auf die Bitburger trifft, Brückenbauarbeiten beginnen.
Der Verkehr wird - ähnlich wie bis vor kurzem etwas weiter nördlich - auf einen parallel zur B 51 verlaufenden Wirtschaftsweg umgelenkt.
Dieser muss allerdings zunächst verbreitert werden - nur um dann später, wenn die Umleitung nicht mehr benötigt wird, wieder auf Wirtschaftswegbreite zurückzuschrumpfen. "Das ist für Außenstehende schwer zu begreifen", sagt Ingrid Penning, Ortsbürgermeisterin von Idenheim.
Daher hatten Gemeinderatsmitglieder auch zunächst dafür plädiert, den Weg, der auf Idenheimer Gemarkung parallel zur Bundesstraße verläuft, einfach so schön breit zu lassen. Nur: So einfach ist das nicht.
Denn bei der Planung wurde festgehalten, dass der Weg nur 4,75 Meter breit sein darf. Falls Idenheim ihn größer wünschen sollte, müsste der Ort für einen sogenannten "landespflegerischen Ausgleich" sorgen - also zum Beispiel Flächen kaufen und naturnah aufforsten. Das jedoch kann und will die Gemeinde sich nicht leisten.
Also wird die Straße, sobald auch die Baustellenfahrzeuge nicht mehr dort rollen, wieder zum Weg. Ein Rückbau, der laut Landesbetrieb Mobilität (LBM) kaum Kosten verursacht, da das Material bei den anstehenden Bauarbeiten wiederverwendet werden kann.
Diese sollen bis Herbst 2012 beendet sein. Doch vermutlich wartet dann - ganz wie beim Hausputz - an anderer Stelle wieder neue Arbeit darauf, getan zu werden. kah
TRAKTOREN AUF DER B 51


Die Wege, die parallel zu den B-51-Baustellen gebaut wurden, sollen künftig von Landwirten genutzt werden, die dann - so zumindest die Idee - mit ihren Traktoren nicht mehr den Verkehr auf der Bundesstraße behindern. Obwohl jetzt schon auf weiten Strecken solche Parallelwege existieren, wird die Bitburger in naher Zukunft nicht für Traktoren gesperrt. Die Ausweisung als Kraftfahrstraße sei lediglich ein Fernziel, das bis zur Fertigstellung aller Ausbauabschnitte der B 51 zwischen Trier und Bitburg warten muss, sagt Hans-Michael Bartnick, stellvertretender Leiter des LBM Trier. Die Bundesstraße nur abschnittsweise als Kraftfahrstraße zu deklarieren, würde seiner Meinung nach keinen Sinn machen. "Durch den sukzessiven dreispurigen Ausbau von Trier bis Bitburg werden ausreichende Überholmöglichkeiten geschaffen", sagt er. Zudem sei die Störung durch den langsam fahrenden Verkehr derzeit nicht als relevant anzusehen. kah

Mehr von Volksfreund