Bach im Barocksaal

Zu Leckerbissen der Barockmusik lädt das Beda-Institut heute Abend um 20 Uhr in Niederprüm eingeladen. Erklingen werden ausschließlich Werke des größten Komponisten aller Zeiten, Johann Sebastian Bach.

Prüm. (gkl) Im Original war die Sammlung von sechs Konzerten überschrieben mit dem Titel: "Six Concerts Avec plusieurs Instruments". Erst im Jahre 1873 erhielten sie den Namen, der bei Freunden der Barockmusik bis heute leuchtende Augen hervor ruft. Es geht um die Brandenburgischen Konzerte von Johann Sebastian Bach. Der Thomaskantor erfüllte mit diesen Kompositionen einen Wunsch des Markgrafen Christian Ludwig von Brandenburg, wobei man allerdings Zweifel daran haben muss, ob sie denn jemals beim Auftraggeber erklungen sind. Dieser verfügte nämlich nur über sechs Hofmusiker, während Bach von den erheblich umfangreicheren Voraussetzungen der Köthener Hofkapelle ausgegangen war.Zwei dieser sechs Konzerte erklingen am kommenden Samstag um 20 Uhr im Vinzenz-von-Paul Gymnasium in Niederprüm. Durch die Unterstützung von Ingeborg Trappe-Butzbach, Geschäftsführerin des Bitburger Beda-Instituts, und Herbert Fandel, dem Leiter der Kreismusikschule Bitburg-Prüm konnte die Geigerin Claudia Kussmaul ein Projektorchester aus Schülern und Lehrkräften der beiden Institutionen sowie aus einigen Musikern der Region zusammen stellen. Zur Aufführung kommen die Konzerte Nr. 4 und 5, BWV 1049 und 1050. Im vierten Konzert wetteifert das Orchester mit einem Solistentrio aus Violine und zwei Blockflöten. Die Soloparts übernehmen hier Kussmaul und die beiden Schülerinnen Mira Hirtz und Melanie Wagner. Das fünfte Konzert könnte man auch als veritables Cembalokonzert bezeichnen. Neben Solopartien für die Violine (Kussmaul) und Flauto traverso (Schülerin Luisa Thiel) hat Bach einen äußerst virtuosen und glanzvollen Solopart für das Cembalo eingebaut. Diesen Anforderungen stellt sich der Klavierlehrer Hans-Joachim Schmitz.