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Bären und Erdmännchen sind bereit

Bären und Erdmännchen sind bereit

Endspurt für den Eifelpark: In knapp zwei Wochen eröffnet das Ausflugsziel bei Gondorf wieder seine Pforten. Rund zwei Millionen Euro hat die neue Betreiberfamilie investiert, um den Park attraktiver zu machen. Was gibt es denn Neues zwischen Wölfen und Bären?

Gondorf. Bunt, laut und frech. So sind die neuen Bewohner des Eifelparks in Gondorf. Sie heißen Gelbbrustaras, Kakadus und Keas. Besonders diese grau-grünen Papageien aus Neuseeland "sind die Hooligans des Eifelparks", sagt Tierpfleger Willem Straver. Denn sie schreien nicht so viel herum wie ihre Nachbarn, die Aras, aber sie kauen und machen alles ziemlich kaputt.
Diese Tiere sind eine der vielen Neuheiten, die die Betreiberfamilie Goetzke/Löwenthal in den Eifelpark eingeführt hat. Nach der Insolvenz des vorherigen Betreibers ist die Familie aus München seit Oktober 2013 der neue Chef im Park.
Nach vielen Monaten Umbau steht nun die Neueröffnung vor der Tür: Am Samstag, 5. April, gibt es einen Tag der offenen Tür mit kostenlosem Eintritt. "Wir sind schon sehr aufgeregt", sagt Nadine Löwenthal, "vor allem sind wir auf die Rückmeldungen der Besucher gespannt". Um die 4000 Gäste erwartet sie am 5. April, wenn Shows, Live Bands, Straßenkünstler und vieles mehr auf dem Programm stehen.
Und es gibt tatsächlich viel Neues im Park. So viel, dass noch nicht alles fertig ist. "Wir arbeiten mit 40 Leuten von 7 bis 20 Uhr", sagt die Betreiberin, "der Aufwand ist viel größer als gedacht". Verfaulte Bretter, defekte Leitungen: "Es war viel mehr kaputt, als wir erwartet hatten", sagt sie.
Eine Familien-Achterbahn, thematische Abenteuerspielplätze, eine Pferdereitbahn, Karusselle und ein neues gastronomisches Angebot: Insgesamt zwei Millionen Euro hat die Münchener Familie in ihren Eifeler Traum investiert. "Wir haben uns gefragt, was würden wir erwarten, wenn wir Besucher eines solchen Parks wären", erklärt Löwenthal.
Sie und ihr Mann Alexander Goetzke haben zwei kleine Kinder. Die Familie kommt aus der Schaustellerei. "Das heißt, die Tierwelt war für uns Neuland." Deswegen verlassen sie sich auf die Erfahrung des Tierpflegers. Seit dreieinhalb Jahren arbeitet er dort. Die Tiere vertrauen ihm. Wie die Emus. "Ich habe sie aufgezogen und sie glauben, ich wäre die Mama", sagt Straver. Er freue sich sehr, dass neues Leben in den Park kommt. Und neues Leben kommt wortwörtlich. Denn ab Juni gibt es Nachwuchs bei den Tieren - oder auch schon vorher: Der runde Bauch eines Meerschweinchens spricht dafür. "Wir haben auch viele neue Tiere erworben", sagt er. Neben den Papageien wohnen im neuen Tierhaus seit kurzem auch drei Erdmännchen.
"Meine Kinder sind davon begeistert", sagt Löwenthal. Die kleinen Tiere leben in einem beheizten Glas-Gehege, sie kuscheln gerne und manchmal schlafen sie im Stehen ein.
Auch Schildkröten, Pfaue, Wanderfalken und Dammwild sind neue Eifeler. Seit Anfang an dabei und immer noch Protagonisten sind die Maskottchen des Parks: die Bären. Ben und Pia sind schon wach und brüllen sich munter an, Maja ist noch im Winterschlaf - aber bald muss sie pünktlich zur Eröffnung wieder aufwachen.
Der Tag der offenen Tür ist am 5. April von 10 bis 17 Uhr. Bei schlechtem Wetter wird die Eröffnung auf den 12. April verlegt. Weitere Infos im Internet unter www.eifelpark.com
Weitere Bilder im Internet unter
volksfreund.de/fotosExtra

"Das ist ein Traumjob", sagt Willem Straver. Er ist Tierpfleger im Eifelpark Gondorf. Er kümmert sich um die Fütterung der Tiere, er checkt, dass es ihnen gut geht und hat dabei eine Menge Spaß. Sein Lieblingstier ist der Steinbock: "So schön und edel". Für Mufflons hat er im Gegenteil nicht viel übrig, "sie sind tatsächlich ein bisschen doof". Auch mit Wölfen und Bären ist er vertraut. "Sie sind gefährliche Tiere, ich habe Respekt vor ihnen", sagt er. Zwischen ihm und den Wölfen sind daher immer einige Meter Abstand. Spaß hat er mit den Bären. Drei wohnen im Eifelpark: Ben, Maja und Pia. Wie er Wolf, Bär und Luchs füttert, zeigt der Tierpfleger ab dem 5. April täglich um 14.30 Uhr. bc