Bärenstark auf den Kufen

Die Eifel-Mosel-Bären spielen Eishockey. Aktuell ist die Mannschaft aus Trier und Bitburg auf dem ersten Platz in der Rheinland-Pfalz-Liga. Doch bis zum Gewinn der Meisterschaft ist es noch ein weiter Weg. Dank der Sanierung der Eissporthalle in Bitburg herrscht zumindest für die nächsten Jahre Planungssicherheit.

Bitburg/Trier. Sie nennen sich Eifel-Mosel-Bären. Ihre Heimat ist das Eis. Die Bären sind das Eishockey-Team in der Region. Gegründet wurde die Mannschaft 2011. Sie ist ein Zusammenschluss aus den einstigen Konkurrenten EHC Trier und dem Bitburger Eissportverein.Früher waren beide Teams Kontrahenten auf dem Eis, doch die Situation um die Trierer Eissporthalle hat aus den einstigen Rivalen ein Team gemacht. Eine Mannschaft, die aktuell in der Rheinland-Pfalz-Liga aktiv ist und nach dem Auswärtssieg am vergangenen Wochenende gegen Neuwied den ersten Platz gefestigt hat.Danny Engels, 24 Jahre, ist nicht nur Torhüter der Eifel-Mosel-Bären, sondern auch Pressesprecher des Vereins. Für Engels sind die Mannschaften aus dem luxemburgischen Beaufort und die Mannschaft aus Neuwied die ärgsten Konkurrenten. "Die Teams sind nicht ohne und haben großes Potenzial. Das sind immer knappe Spiele."Ambitionierte Hobbyspieler

Die Rheinland-Pfalz-Liga, in der die Eifel-Mosel Bären auf Torjagd gehen, ist die fünfte Liga unter dem Dach des Deutschen Eishockey Bundes (DEB). "Wir sind ein ambitionierter Haufen Amateure, die ihr Hobby lieben", sagt Engels und lacht. Denn sie sind durchaus erfolgreich mit ihrem Hobby. In den vergangenen vier Jahren konnten die Eifel-Mosel Bären gleich drei Mal die Meisterschaft erringen. Doch der Aufstieg wäre zu früh gewesen. "Langfristig wollen wir schon nach oben. Aktuell sind wir aber darauf bedacht, unsere Strukturen so zu festigen, dass wir in Zukunft auch in höheren Klassen bestehen können."Eishockey zwischen Eifel und Mosel ist eine Randsportart. Ganz im Gegensatz zu Köln oder Mannheim, wo die Strahlkraft der Adler Mannheim oder der Kölner Haie viele Menschen begeistert und motiviert, selbst dem Puck hinterherzujagen. Trotz der Diaspora, in der die Bären aus Eishockey-Sicht agieren, blicken die Vorgängervereine der Eifel-Mosel Bären auf eine gewisse Tradition zurück. "Der EHC Trier hat in der ersten Liga Nord gespielt und auch der ESV Bitburg hat Mitte der neunziger Jahre in der Zweiten Liga gespielt", erinnert sich Engels an die Glanzzeiten zurück.Diese Tradition treibt auch die aktuelle Generation der Kufencracks an. "Viele Väter haben schon Eishockey gespielt und die bringen jetzt ihren Kindern den Sport näher", sagt Engels. Aktuell sind im Verein rund 70 Spieler aktiv, 40 Akteure in der ersten und zweiten Mannschaft und rund 30 Spieler im Nachwuchsbereich. "Wir sind natürlich über jeden froh, der Eishockey ausprobieren möchte", sagt der Pressesprecher.Erste Schritte auf Asphalt

"Früher haben wir immer Inline-Hockey auf einem Parkplatz gespielt und ich war sonntags regelmäßig auf der Eisbahn zum Schlittschuhlaufen, irgendwann bin ich mal zum Training gegangen", erinnert sich Engels an seine Anfangszeit zurück. Jetzt steht er regelmäßig auf dem Eis, und er schätzt an seinem Hobby die Schnelligkeit und die Leidenschaft. "Hier hängt sich jeder für den anderen rein. Einen besseren Teamgeist habe ich so noch nicht erlebt."Über die Sanierung der Bitburger Eissporthalle haben sich die Eifel-Mosel-Bären sehr gefreut. "Das gibt uns eine gewisse Planungssicherheit, dass wir die Halle auch in den kommenden Jahren noch nutzen können", sagt Engels erleichtert. Mehr als eine Million Euro wurden für den Erhalt ausgegeben (der TV berichtete). Unter dem neuen Dach können "Goalie" Engels und seine Teamkameraden nun auf Torjagd gehen. Das nächste Heimspiel der Eifel-Mosel-Bären findet am Sonntag, 18. Januar, gegen Zweibrücken statt. Los geht es um 19 Uhr. Mehr über die Eifel-Mosel Bären gibt es im Internet: <%LINK auto="true" href="http://www.eishockey-bitburg.de" class="more" text="www.eishockey-bitburg.de"%>Extra

Danny Engels, 24 Jahre, Torhüter und Pressesprecher der Eifel-Mosel-Bären. Wie sind Sie zum Eishockey gekommen? Danny Engels: Mit Freunden vom Fußball haben wir auf einem Parkplatz immer Inlinehockey gespielt. Am Wochenende war ich Schlittschuhlaufen. Ich bin dann zum Training gegangen und dabei geblieben. Was macht die Faszination aus? Danny Engels: Es ist ein schnelles, intensives Spiel, bei dem es auch gerne mal zur Sache geht. Das gefällt mir. Teamgeist, Einsatz und Kampfgeist machen das Spiel aus. Was wollen Sie als Eishockey-Spieler gerne noch erleben? Danny Engels: Ich würde gerne im Ausland spielen. Bei einem Turnier in den USA in einem großen Stadion. Eishockey hat in den Vereinigten Staaten einen enormen Stellenwert und die Atmosphäre würde ich gerne mal erleben. Jör