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Bald ist Schluss mit den Platzproblemen

Bald ist Schluss mit den Platzproblemen

Für rund 400 000 Euro wird derzeit in Bettingen eine neue Feuerwache gebaut. Damit die finanzielle Belastung für Verbandsgemeinde und Gemeinde nicht ganz so stark ist, beteiligt sich die Feuerwehr mit Arbeitseinsätzen.

Bettingen. Noch steht das Fahrzeug in der alten Feuerwache, die nicht nur in einem schlechten Zustand ist, sondern auch viel zu klein. Und das letzteres der Fall ist, haben die Bettinger genau wie die Verwaltung der VG Bitburger Land schriftlich. So hat der Prüfdienst der Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule (LKFS) Rheinland-Pfalz bei insgesamt zwölf Feuerwehrgerätehäusern der VG Bitburger-Land Mängel festgestellt. Und zu den Einrichtungen mit den größten Beanstandungen zählte neben Oberweis, Wißmannsdorf, Biersdorf und Röhl vor allem auch Bettingen. Bemängelt wurden die zum Teil zu geringen Stellplatzgrößen, die zu engen Ausfahrten oder aber - wie im Fall Bettingen - die nicht vorhandenen An- und Abfahrtswege, wodurch es im Fall eines Einsatzes nach Ansicht der LKFS zu gefährlichen Situationen kommen kann.
Mit dem neuen Feuerwehrgerätehaus, das gegenüber dem Kindergarten entsteht, sollen diese Mängel bald der Vergangenheit angehören. Rund 400 000 Euro (VG und Land übernehmen davon knapp 335 000 Euro) werden in den Bau der zukünftigen Unterkunft investiert.
Neben einer schlichten Holzkonstruktion, die schon seit einigen Monaten steht und künftig als Fahrzeughalle dient, wird die neue Feuerwache auch eine Verbindung zu einem benachbarten, unter Denkmalschutz stehenden Gebäude haben. In diesem Haus soll später neben der Unterkunft des Geschichtsvereins Bettingen auch der Schulungs- und Versammlungsraum der Freiwilligen Feuerwehr sein.
Der Bettinger Architekt Helmut Fink, dessen Büro den Bauplan umsonst erstellt hat und auch die Bauarbeiten betreut, ist mit dem bisherigen Stand äußerst zufrieden. Die Feuerwehr mache sehr viel in Eigenleistung, sagt Fink, was auch daran liege, dass unter den Feuerwehrmännern viele begabte Handwerker seien. "Ich hoffe, dass nach den Sommerferien die Fenster und Tore eingebaut werden können", sagt Fink, sodass die Halle dann bis Ende des Jahres fertig wäre.
Sobald der Holzbau genutzt werden kann, soll das Fahrzeug aus dem derzeitigen Gerätehaus umziehen.
Und wie Fink erklärt, seien damit dann auch die Tage des alten Gebäudes, das neben der kürzlich umgebauten Kita steht, gezählt. Die Feuerwache werde nämlich abgerissen, damit als nächstes dann die anstehende Neugestaltung des Kita-Vorplatzes in Angriff genommen werden könne. uhe