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Bau- und Umweltausschuss planen Aufwertung des Neuerburger Stadtparks

Stadtentwicklung in Neuerburg : Zugang zur Enz und eine Burg zum Klettern

Der Stadtpark in Neuerburg soll aufgewertet werden. Der Bau- und Umweltausschuss hat sich bei einer Sitzung mit einem Entwurf des Ingenieurbüros Plan-Lenz beschäftigt.

Etwas versteckt liegt der Stadtpark an dem kleinen Flüsschen Enz. Ein Teich, eine Freiluftbühne, eine Rutsche, die sich von einer Erhöhung herunterschlängelt und ein eingezäunter Spielplatz sind derzeit die wesentlichen Elemente des grünen Erholungsgebiets.

Wie sich das alles besser und attraktiver gestalten lässt, dafür präsentierte Rosemarie Bitzigeio vom Ingenieurbüro Plan-Lenz aus Winterspelt Pläne, die sich in mehrere Teilbereiche gegliedert hatte. Dazu gehörten eine Überdachung der Felsenbühne, moderne barrierefreie Toilettenanlagen, die Sanierung des Teichs, die Entfernung des Zauns am Kinderspielplatz, ein Erlebnisbereich an der Enz und Aussichtsplattformen am Wasserfall.

„Der Park wird kaum wahrgenommen“, sagte Bitzigeio. Das könne man ändern durch sogenannte Merkzeichen. Ihr Entwurf sah eine Art Gewölbepfeiler vor, der sich nach oben hin auffächert und den Säulen von romanisch-gotischen Kirchen nachentfunden ist. Als Material schwebten der Planerin Edelstahlrohre vor, die mit einer Außenhaut aus LKW-Plane verdeckt sein. Diese Merkzeichen sollen den ganzen Park wie eine Art roter Faden durchziehen.

Ein weiteres wichtiges Element in der Planung war die Einbindung der Enz in das Gesamtkonzept. Mit Sonnenliegen, stufenweisem Zugang zum Wasser, einer Kneippfläche und Wasserfontänen soll das Wasser zum Erlebnisbereich werden.

Für die Bühne stellte die Architektin ein Konzept mit zwei der Merkzeichen wie am Eingang des Parks vor, an denen ein Sonnensegel zur Überdachung der Bühne befestigt werden könne. Um den Platz einzufassen und damit zu einem richtigen Platz zu machen, sollten gegenüber der Bühne wellenförmige Sitzbänke mit bis zu 60 Plätzen entstehen. Dort in der Nähe sollten dann auch die Toilettenanlagen hin.

Der Wasserfall am Ende des Parks sollte mit zwei kleinen Sonnenterrassen besser in Szene gesetzt werden. Für den Spielplatz stellte sich Rosemarie Bitzigeio eine Entfernung des Zauns vor. Außerdem solle ein Klettergerüst die Burg nachbilden. Überhaupt müsse auch zur richtigen Burg eine Sichtachse geschaffen werden.

Doch nicht alle Vorschläge fanden einhellige Zustimnung. Vor allem beim Spielplatz gab es Bedenken. Während Rosemarie Bitzigeio argumentierte, dass die derzeitige Lösung mit Zaun, aber meist offen stehenden Toren, wenig bringe, sorgten sich einige Ratsmitglieder um die Sicherheit der Kinder. Als Alternative zum Zaun wurde eine kleine Mauer um die Kletterburg vorgeschlagen, die vor allem Kleinkinder daran hindern könne, sich zu schnell aus dem Staub zu machen.

Weitere Bedenken gab es bei der Bühne. Ein einfaches Sonnensegel hielt ein Ratsmitglied für nicht ausreichend als Wetterschutz. Bitzigeio versprach, sich dieses Problems noch einmal anzunehmen und beim nächsten Mal eine optisch ansprechende und trotzdem stabile Variante zu präsentieren.

 Der Spielplatz soll verändert werden. Diskussion gab es um die Frage, ob man den Zaun entfernen soll.
Der Spielplatz soll verändert werden. Diskussion gab es um die Frage, ob man den Zaun entfernen soll. Foto: TV/Nora John
 Die große Rutschbahn ist eine Attraktion im Stadtpark und soll erhalten bleiben.
Die große Rutschbahn ist eine Attraktion im Stadtpark und soll erhalten bleiben. Foto: TV/Nora John
 Der Teich ist ein zentrales Element im Stadtpark.
Der Teich ist ein zentrales Element im Stadtpark. Foto: TV/Nora John
 Der Eingang zum Stadtpark soll aufgewertet werden.
Der Eingang zum Stadtpark soll aufgewertet werden. Foto: TV/Nora John

Über Kosten wurde im Bau- und Umweltausschuss noch nicht geredet. Jetzt sollen die Entwürfe erst einmal im Stadtrat diskutiert werden.