Bauarbeiten für Bitburgs Nord-Ost-Tangente, der großen Umgehungsstraße beginnen

Kostenpflichtiger Inhalt: Bau der Umgehungsstraße beginnt : 2020 geht’s los mit der Nord-Ost-Tangente in Bitburg

Nach Jahrzehnten des Planens sollen kommendes Jahr die Bauarbeiten für Bitburgs Nord-Ost-Tangente beginnen. Zum Auftakt des Elf-Millionen-Euro-Projekts gibt es drei Brücken.

Was lange währt, kommt endlich in Gang: Nächstes Jahr sollen laut Auskunft des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Gerolstein die Bauarbeiten für die Nord-Ost-Tangente beginnen. „Der Ausführungsplan steht“, sagt LBM-Chef Harald Enders. Die seit Jahren und Jahrzehnten geplante Umgehungsstraße um Bitburgs nördliche Innenstadt soll die wichtigen Verkehrsachsen B 50 über die B 257 und die L 32 bis zur B 51 verbinden. Ein Elf-Millionen-Euro-Projekt.

Seit 2016 läuft das Flurbereinigungsverfahren (der TV berichtete). „Etwa ein Viertel der benötigten Flächen haben wird bereits“, sagt Enders. Um mit den Bauarbeiten beginnen zu können, muss dieses Verfahren aber nicht vollends abgeschlossen sein.

Mit rund 100 Grundstückseigentümern, deren Flächen im Bereich des Verlaufs der Trasse liegen, verhandelt derzeit das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Eifel. Eigentümer können verkaufen oder bekommen Austauschflächen angeboten.

Nordost-Tangente_Bitburg_2sp.pdf. Foto: TV/TMVG Grafik
Virtuelle Fahrt über die Nord-Ost-Tangente

Von den Gesamtkosten von elf Millionen Euro verschlingt allein der erste Bauabschnitt rund 5,5 Millionen. In diesem ersten Schritt sollen die B 50 am Kreisel Albachstraße mit der B 257/Wittlicher Straße verbunden werden. Dieses Stück macht fast die Hälfte der ganzen gut drei Kilometer langen Umgehungsstraße aus. Auf diesem Abschnitt sind gleich drei Brückenbauwerke nötig. Eine, die über die Bahnlinie führt, in Folge muss ein Bach überquert werden und schließlich braucht es noch eine Unterführung des Wirtschaftsweges. Diese drei Brückenbauwerke sollen kommendes Jahr in Angriff genommen werden.

Eine halbe Million Euro steht für die erste Brücke nach Auskunft von LBM-Chef Enders im Landeshaushalt 2020 bereit. „Bis spätestens 2022 sollen dann alle drei Brückenbauwerke stehen“, sagt Enders. Erst dann folgt der Erdausbau für die eigentliche Trasse und schließlich der eigentliche Straßenbau. „Der erste Bauabschnitt soll 2023 abgeschlossen sein“, sagt Enders.

Dann könnte der komplette Verkehr von der B 257 aus dem Norden über dieses erstes Teilstück der Umgehungsstraße unkompliziert ins Industriegebiet im Süden, ohne durch die komplette Innenstadt zu kurven. Wie viele Fahrzeuge das insgesamt weniger für die City bedeuten wird, ist laut Enders nicht berechnet worden: „Wir haben nur Zahlen für die gesamte Tangente.“ Rund 7000 Fahrzeuge täglich würde die Umgehungsstraße aus der Innenstadt raus halten.

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