Bauarbeiter in der heißen Phase: Dauerbaustelle Bitburger Fußgängerzone

Stadtentwicklung in Bitburg : Endspurt in der Bitburger Fußgängerzone vor dem Folklore-Festival

Noch lärmt, staubt und poltert es in Bitburgs Flaniermeile, wo ab dem 12. Juli groß gefeiert wird. Bis dahin soll alles so weit fertig sein.

Das große Dauerthema: Die Baustelle in der Bitburger Fußgängerzone. Stück für Stück werden seit nunmehr drei Jahren einzelne Abschnitte der Hauptstraße neu gemacht. Das geht mit Lärm, Schmutz und weiteren Einschränkungen einher – für die Anlieger, die dort wohnen, die Geschäftsleute und alle Passanten, für die die Straße kaum zwei Tage hintereinander gleich aussieht.

Mal ist ein Loch hier, mal dort. Mal wird hier gepflastert oder zwei Meter weiter tief in die Erde gegraben und Kanäle und Leitungen erneuert. Unterbrochen von aufwendigen Grabungen des Landesmuseums am Petersplatz, geht es seither sichtbar Tag für Tag voran.

Wer durch die Fußgängerzone schlendert, sieht, dass die Bauarbeiter nicht getrödelt haben. „Noch vor dem Fest werden wir hier fertig sein“, sagt Otmar Diesch, der Geschäftsführer der gleichnamigen Baufirma. Nur noch einige Schönheitskorrekturen stünden danach an, dann sei der Bauabschnitt abgeschlossen.

Gerade wird die Straße neu gepflastert. Und das macht richtig Lärm. Die Randsteine müssen Stück für Stück zugeschnitten werden. Da kreischt die Säge häufiger. Für das Verlegen der Steine haben die Bauarbeiter technische Unterstützung: Ein mobiler Vakuumkran kann drei Steine auf einmal anheben, die man dann ohne großen Kraftaufwand setzen kann.

Früher habe man Tage für die körperlich herausfordernde Arbeit gebraucht, sagt Diesch. Heute können seine Angestellten zwischen 60 und 70 Quadratmeter pro Tag pflastern – anstrengend ist das immer noch, auch vor allem wegen der Wetterlage der vergangenen Wochen. „Die Hitze macht einem schon sehr zu schaffen“, sagt Diesch. Daher ist Schichtbeginn im Moment um sechs Uhr morgens, der Feierabend wird bereits um 15 Uhr eingeläutet.

Am Petersplatz werden gerade die letzten Arbeiten am Brunnen vollendet: Hier fehlt nur noch die Technik und die Verfugung. Wie Werner Krämer von der Stadtverwaltung mitteilt, wird der neu gestaltete Platz zum Auftakt des Folklore-Festivals am Freitag, 12. Juli, 17 Uhr, offiziell eingeweiht.

Als Festplatz wird der Flecken unter den zwei neuen Linden aber schon diesen Freitag, 5. Juli, zum Pittischfest erstmals genutzt (siehe Info). Der Platz, das war von Beginn an Wunsch der Stadt, sollte auch als Veranstaltungsort taugen. Nun zeigt sich, ob das Ziel erreicht wurde.

Nach der Baustelle ist vor der Baustelle. Wenn die Hauptstraße abgeschlossen ist, geht es in der Schakengasse und im Bereich Am Markt weiter. Krämer sagt: „In der Schakengasse wird der erste Teil bis zum Folklore-Festival bereits gepflastert sein.“ Anschließend werde nach dem Fest zunächst hier weitergebaut und dann der nächste Bereich in Angriff genommen.

„Dort werden wir zunächst nur die Straße aufreißen. Dann kommen erst mal die Archäologen, bevor wir weitermachen“, erklärt Otmar Diesch. Werner Krämer ergänzt, dass das Team vom Landesmuseum Am Markt, Bereich zur Schakengasse, Überreste eines römischen Turms vermutet.

Anfang August beginnen die Mitarbeiter des Rheinischen Landesmuseums nach Auskunft der Stadtverwaltung mit den Grabungen. Diese sollen bis Anfang November dauern und auch Aufschluss über den Verlauf der mittelalterlichen Stadtmauer geben. Der obere Abschnitt des Bereichs Am Markt soll bis Anfang 2020 fertig sein, danach geht es weiter zum unteren Teil. Auch hier kommen zunächst wieder die Archäologen und graben sich in die Stadtgeschichte.

Und nach dem Fest ist vor dem nächsten Folklore-Festival: „Wir hoffen, mit dem kompletten Bereich Am Markt bis zum Folklore-Festival 2020 fertig zu sein.“ Danach geht es weiter mit dem Grünen See. 1,3 Millionen Euro hat die Stadt in den Ausbau von Petersstraße, Petersplatz und einem Stück der oberen Hauptstraße samt Seitengasse investiert. Abschnitt für Abschnitt geht es so bis voraussichtlich 2022 voran – alles in allem ein 8-Millionen-Euro-Projekt.

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