Bauausschuss stellt sich gegen Veränderungen auf dem Petersplatz

Trotz großer Kritik in Bitburg : Nach Streit: Petersplatz bleibt, wie er ist

Kaum war das Millionen-Projekt abgeschlossen, hagelte es Kritik. Der neue Petersplatz in Bitburg sei zu grau. Ließe sich nicht ein Beet oder ein Baum ergänzen? Theoretisch ja. Aber der Bauausschuss hat entschieden: Es wird nicht nachgebessert.

Zu grau, zu leer, zu wenig Blumen, Bäume und überhaupt: Noch schlechter hätte man den Petersplatz gar nicht machen können. Das ist jedenfalls der Eindruck, der nach der ganzen öffentlichen Kritik bleibt. Ob in Leserbriefen, am Stammtisch oder auf sozialen Internet-Plattformen wie Facebook: Wer sich vergangenen Sommer zum Petersplatz geäußert hat, hat an der Neugestaltung kein gutes Haar gelassen.

Der Platz war kaum fertig, da flammte die Kritik auf. Das ließ weder den Bürgermeister noch die Stadtratsfraktionen kalt. Hatten diese doch immerhin beschlossen, dass der Platz genau so werden sollte. 1,2 Millionen Euro hat Bitburg in die Umgestaltung investiert. Beim eigens ausgeschriebenen Architekten-Wettbewerb ging das Büro Stötzer aus Freibung mit als Sieger hervor. Und nun alles über den Haufen werfen?

Zumal: Die Bürger hatten ja im Vorfeld die Chance zu äußern, was ihnen wichtig ist, was unbedingt bleiben soll, was unbedingt geändert werden muss. Nur, wie es so ist: Beteiligt haben sich wenige, beklagt haben sich hinterher viele. Was tun? „Wenn wir was an der Konzeption des Platzes ändern, müssen wir das in Absprache mit der planenden Architektin tun“, hat Bürgermeister Joachim Kandels schon vergangenes Jahr erklärt (der TV berichtete).

Inzwischen gab es das abstimmende Gespräch. Ergebnis sind drei Entwürfe: ein „Staudenbeet“, das entlang der Treppenanlage auf der linken Seite von der Petersstraße eingebaut werden könnte oder drei, vier Blumenkübel an der gleichen Stelle, die aber den Vorteil hätten, dass man sie bei Bedarf auch zur Seite rücken könnte oder: Alles bleibt, wie es ist.

Über diese Varianten hatte der Bauausschuss am Mittwochabend zu beraten. Zudem kündigte Projektleiter Ralf Mayeres von der Stadtverwaltung an, dass das Holz, aus dem eine Rückenlehne für die Basaltsteinbank gefertigt werden soll, kürzlich im Mötscher Wald geschlagen worden sei: „Wir haben Eifeler Basalt für die Baumbank genommen, da wollten wir jetzt auch Bitburger Holz.“ Das habe eben etwas gedauert. Heißt: Die Rückenlehne kommt. Sonst aber auch erst mal nichts.

Denn bei einer Gegenstimme (Grüne) und einer Enthaltung (SPD) hat der Bauausschuss entschieden, dass nicht nachträglich am Gesamtkonzept des Platzes rumgedoktert werden soll. Über Gestaltungsmöglichkeit durch Geschäftsleute und Anlieger soll nun mit dem Gewerbeverein gesprochen werden.

Leser-Echo: Was ist Ihre Meinung zum Thema? Finden Sie auch, dass die Anlieger rund um den Petersplatz selbst für mehr Grün sorgen sollen? Gefällt Ihnen der neue Platz? Oder muss er dringend verändert werden?