Bauen auf dem Dach der Stadt
Bis zu 17 Baugrundstücke will die Stadt Prüm in der Nähe des St.-Josef-Krankenhauses schaffen. Wegen einiger offener Fragen stellte der Stadtrat den fälligen Beschluss allerdings vorläufig zurück.
Prüm. Während die Erschließungsarbeiten des Neubaugebiets auf dem Burgstück voranschreiten (der TV berichtete), nimmt die Stadt Prüm eine weitere Fläche ins Visier. Den Grundsatzbeschluss zur Aufstellung eines Bebauungsplans "Auf der Tafel" fasste der Stadtrat bereits im März. In der Sitzung am Mittwochabend ging es um den ersten konkreten Entwurf des Trierer Büros Stolz & Kintzinger.Sicherheitsabstand zum Hubschrauber-Landeplatz
Das Problem: Der Planer konnte wegen einer Terminüberschneidung nicht persönlich erscheinen. Deshalb stellte Bertram Laub von der Bauabteilung der Verbandsgemeinde Prüm die Grundzüge des Entwurfs für ein allgemeines Wohngebiet vor. Zwischen der Einmündung auf die B 265 und dem hoch gelegenen Prümer Krankenhaus sind auf dem "Dach" der Stadt rechtsseitig 17 Baugrundstücke in einer Reihe vorgesehen. Zum Hubschrauber-Landeplatz wird ein Sicherheitsabstand eingehalten. Entlang der Straße verläuft ein 1,50 Meter breiter Streifen, in den die Versorgungsleitungen gelegt werden. Die Ausgleichsfläche schließt sich zum Teil direkt an die Grundstücke an. Dort sind auch Bäume zu pflanzen.Ein Vollgeschoss plus ausgebautes Dachgeschoss
Jürgen Zengerling (CDU) wunderte sich über die Zulässigkeit zweigeschossiger Gebäude: "Bei bisherigen Plänen hatten wir nur ein Vollgeschoss und ein ausgebautes Dachgeschoss zugelassen. Das sollten wir hier beibehalten."FWG-Fraktionssprecher Dirk Kleis wartete mit einem ganzen Sack voller Fragen auf: "Ich hätte mich gefreut, wenn wir die Unterlagen mit den textlichen Festsetzungen vorher bekommen hätten." Alle Fraktionen und die Stadtbürgermeisterin bekamen die Informationen erst als Tischvorlage zu Beginn der Sitzung.Kleis fiel auf, dass im Vergleich zur ursprünglich besprochenen Variante mindestens zwei weitere Grundstücke in Richtung Krankenhaus hinzugekommen waren. Zudem könne es möglicherweise sinnvoll sein, über die einzeilige Bebauung hinauszugehen und auch die andere Straßenseite einzubeziehen, um dort Baulücken schließen zu können.Ohne lange Diskussion einigte sich der Rat darauf, das Thema zu vertagen. Bei einer folgenden Sitzung soll der Planer Rede und Antwort stehen, um dann gewünschte Änderungen einarbeiten zu können. Anschließend werden Öffentlichkeit und Behörden beteiligt.