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Baustart mit fast drei Jahren Verspätung

Baustart mit fast drei Jahren Verspätung : Kölner Straße in Bitburg soll endlich saniert werden

Nach jahrelanger Hängepartie scheint der Ausbau der Kölner Straße endlich nah. Die Arbeiten sind ausgeschrieben, die meisten Formalitäten geklärt. Im Februar soll es losgehen.

 Der Startschuss für den lange erwarteten Ausbau der Kölner Straße ist endlich gefallen. Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Gerolstein hat den Auftrag ausgeschrieben. Und will ihn laut Leiter Harald Enders in Kürze vergeben. Die Submission endet am dritten Februar.

Danach dauert es, sagt Enders, in der Regel vier bis sechs Wochen, Angebote zu prüfen und sich für eine Firma zu entscheiden. Die dann wiederum Zeit für die Vorbereitung braucht. Voraussichtlich im März oder April können die Bagger rollen auf Bitburgs womöglich übelster Rumpelpiste.

Diese paar Monate bis zum Baustart machen aber angesichts der langen Planungszeit kaum mehr einen Unterschied. Eigentlich wollte man beim LBM 2018 beginnen (der TV berichtete). Doch über Jahre schleppten sich Abstimmungen mit Behörden und Anliegern hin, bevor die Formalitäten geklärt werden konnten.

Mehr als eine Million Euro soll der Ausbau nun kosten und somit fast das Doppelte von dem, was ursprünglich veranschlagt war. Und er soll 18 Monate, also eineinhalb Jahre, dauern. Erneuert wird dabei nicht nur der Straßenbelag, sondern auch Kanäle und Leitungen.

Was wiederum nicht nur Abstimmungen mit Kreis und Stadtwerken nötig machte, sondern auch mit dem Rheinischen Landesmuseum Trier. Denn, so erklärt Enders: „Wir dringen hierbei in Tiefen vor, in denen die Denkmalpfleger sicher erwarten, auf Zeugnisse der Römerzeit zu stoßen.“  Konkret vermuten Archäologen hier die Überreste einer antiken Siedlung, die sie gerne ausgraben wollen.

Über die Verkehrsführung wollen LBM und Stadt demnächst informieren. Auch in dieser Hinsicht wird der Ausbau keine leichte Aufgabe werden. Denn zeitweilig wird die Hauptachse gesperrt bleiben, tausende Autos müssen umgeleitet werden. Es bleibt also kompliziert.