Baustelle geht in der Bitburger Hauptstraße weiter

Stadtentwicklung : Arbeiten auf der Einkaufsmeile 

Es wird gebaggert, gehämmert und gegraben: Zwischen Boutiquen und Gastronomie werkeln Bauarbeiter in der Bitburger Fußgängerzone.

Der Bitburger Sommer ist laut – zumindest für diejenigen, die in der Fußgängerzone leben oder arbeiten. Seit Monaten hämmern die Presslufthammer, rütteln die Rüttelplatten. Und noch ist kein Ende in Sicht.  Denn während in der Petersstraße bald wieder Ruhe einkehrt, wird die Hauptstraße im oberen Teil Richtung Rathaus jetzt aufgerissen. Es ist bereits der vierte Bauabschnitt, der wiederum vier Phasen umfasst. In jeder davon wird ein anderes Teilstück der Hauptstraße bearbeitet, um Versorgungsleitungen für Wasser, Abwasser und Strom zu verlegen. Das Pflaster wird dabei komplett entfernt, um Gräben zu ziehen und die Hausanschlüsse zu erneuern. Danach wird das entstandene Loch mit einer Schotterschicht bedeckt und die Bauarbeiter ziehen weiter Richtung Liebfrauenkirche.

Erst wenn auf der rechten Seite (Blickrichtung vom Spittel aus nach oben) alle Leitungen verlegt sind, soll der Bereich gepflastert werden. Im Anschluss rückt die Baustelle dann auf die entgegengesetzte Seite.

Im Herbst könnten die Arbeiten hier abgeschlossen werden, wie Otmar Diesch, Chef der gleichnamigen Baufirma schätzt. „Eine genaue Prognose zu geben, ist aber unmöglich.“ Im Moment laufe aber alles sehr gut. Nur die Hitze macht den Leuten, die hier eifrig werkeln, zu schaffen. „Nach drei Uhr schwinden bei Temperaturen von über 30 Grad die Kräfte“, sagt Diesch. Gut, dass es diese Woche wieder etwas abgekühlt ist.

Auf der Baustelle in der Einkaufsmeile tummeln sich übrigens nicht nur Arbeiter. Auch ein paar Archäologen von der Direktion Landesarchäologie in Trier sind in den Graben geklettert und untersuchen die Schichten, die bislang unter der Straße verborgen waren. Dabei sind sie bereits auf Reste eines Turms aus dem Mittelalter gestoßen, der auf einem römischen Bauwerk fußen könnte (der TV berichtete). In den beengten Bereichen der Petersstraße sind bereits die Wasserleitungen verlegt worden. „Somit konnte ein sehr schwieriges Stück der Gesamtmaßnahme fertiggestellt werden“, wie es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung heißt. Die Gräben, die während der Bauarbeiten gebuddelt worden sind, wurden  aufgefüllt und eine Schicht aus Kalksteinschotter aufgetragen. Nun pflastern die Arbeiter den Weg. Diesch vermutet, dass das Vorhaben bald abgeschlossen ist: „Wahrscheinlich sind wir in circa vier Wochen fertig.“

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