1. Region
  2. Bitburg & Prüm

Bayrisches Pflaster statt dunklem Basalt

Wie soll der Platz an der Liebfrauenkirche aussehen? : Bitburger Stadtrat will bayrisches Pflaster statt dunklem Basalt

Der nächste Schritt bei der Umgestaltung der Bitburger Innenstadt ist der Bereich um die Liebfrauenkirche. Mit welchem Pflaster der Bereich ausgestattet wird, darüber wurde in einer gemeinsamen Sitzung von Stadtrat und Bauausschuss lange gestritten.

Nach den Plänen des Freiburger Büros, die im kommenden Jahr umgesetzt werden sollen, soll der Platz vor dem Rathaus frei bleiben, so dass er künftig auch für Feste und Veranstaltungen genutzt werden kann. Der Baum dort werde gefasst und bekomme eine Sitzbank. An der Ostseite sind Stufenreliefs geplant mit lichten Solitärgehölzen sowie Stauden- und Gräserbeeten. Auch Sitzbänke und ein kleiner Trinkbrunnen sind vorgesehen.

Die Stellplätze für Autos rund um die Kirche sollen erhalten bleiben. Im nördlichen Teil Richtung Eingang Haus der Jugend  wird durch einen Weg und Bepflanzung eine optische Abtrennung geschaffen. Überhaupt wird auf eine Begrünung großer Wert gelegt. Auch für die Gastronomie soll es Möglichkeiten zur Außenbewirtung geben.

Sehr lange diskutierte der Stadtrat im Anschluss an die Ausführungen von Gisela Marta Stötzer über die Pflaster, mit denen der Platz um die Liebfrauenkirche und die Jupitersäule ausgestattet werden.  Anders als beim Petersplatz, der mit dunklem Basalt gestaltet wurde, schlug Stötzer für den Bereich um die Kirche ein grau-beiges Pflaster aus dem Bayrischen Wald vor. Dies könne wahlweise mit Granitgelb oder Granitanthrazit ergänzt werden.

Während beispielsweise Thomas Mutsch von der CDU nach eigenen Aussagen zum Pflaster aus dem Bayrischen Wald tendierte, sprach sich Willi Notte von der Liste Streit dafür aus, rund um die Liebfrauenkirche das Pflaster, das schon für den Petersplatz verwendet wurde, auch bei der Kirche zu nutzen. Es gebe sonst ein diffuses Bild. „Beim Besucher bleibt nichts hängen“, so seine Argumentation.

Agnes Hackenberger von der FBL dagegen gab zu bedenken, dass das graue Pflaster vom Petersplatz „in zehn Jahren wieder out“ sein könne. Sie sprach sich auch für das Pflaster aus dem Bayrischen Wald aus. Alexander Jutz von den Grünen regte an, die Parkplätze an der Straße zu asphaltieren. Gisela Marta Stötzer hielt dagegen, dass der Autofahrer auf einem Platz ankommen solle, nicht auf einem Parkplatz. Letztendlich stimmte sowohl vom Bauausschuss als auch vom Stadtrat die Mehrheit für das helle Pflaster aus Bayern.

Eine weitere Diskussion um den Bodenbelag gab es für den Bereich um die Jupitersäule. Dort sollten laut Gisela Marta Stötzer die vorhandenen Basaltpflastersteine genutzt und durch neue ergänzt werden. Diese Idee kam allerdings bei den Ratsmitgliedern nicht so gut an. Bei der Liste Streit warb man abermals für einen einheitlichen Bodenbelag im Stil des Petersplatzes. Eine Mehrheit fand sich schließlich dafür, den Bereich rund um die Jupitersäule mit dem gleichen Pflaster wie beim Platz rund um die Kirche auszustatten.

Der Platz rund um die Liebfrauenkirche soll neu gestaltet werden. Foto: TV/Nora John
Auch der Bereich um die Jupitersäule soll neu gepflastert werden. Foto: TV/Nora John
Das dunkle Basalt-Pflaster, das bereits am Petersplatz liegt, soll nicht im Bereich der  Liebfrauenkirche  verwendet werden. So will es der Stadtrat.  Foto: TV/Dagmar Dettmer

Für die Straße, die von der Kreuzung bis zur Kirche führt, entschieden sich die Räte für das gleiche Pflaster, das in der Fußgängerzone zu sehen ist.