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"Bei uns gibt es kein 'Abitur light'"

"Bei uns gibt es kein 'Abitur light'"

Zum Sommer soll das neue berufliche Gymnasium an der Prümer Berufsbildenden Schule (BBS) starten. Seit Anfang der Woche können sich interessierte Schüler, die auf diesem Weg das Abitur machen wollen, anmelden.

Prüm. (ch) Über den Stand der Vorbereitungen an der Prümer Berufsbildenden Schule hat TV-Redakteur Christian Brunker mit Schulleiter Rainer Uhlendorf gesprochen.

Herr Uhlendorf, wie weit sind Sie mit ihren Vorbereitungen?

Rainer Uhlendorf: Seit wir die Zusage bekommen haben, sind wir in intensiven Vorbereitungen. Zum einen sind wir viel an anderen Schulen unterwegs, um dort unseren Bildungsgang vorzustellen und dafür zu werben. Zum anderen sind wir in Gesprächen mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Trier, um auch die personelle Ausstattung entsprechend zu klären. Zum dritten befasst sich unser Kollegium intensiv mit den neuen Lehrplänen und macht sich mit den Unterrichtsinhalten vertraut. Außerdem tauschen wir uns auch mit den benachbarten beruflichen Gymnasien in Wittlich und Trier aus. Und nicht zuletzt sind wir in Gesprächen mit der Kreisverwaltung als Schulträger, um auch das neue Raumkonzept umzusetzen. So brauchen wir unter anderem einen neuen Chemie-Raum nach neuesten Gesichtspunkten.

Wie groß ist denn das Interesse seitens der Schüler?

Uhlendorf: Viele Schüler haben jetzt erst mal die Zeugnisse abgewartet, schließlich brauchen Haupt- und Realschüler einen Notenschnitt von mindestens 3,0, um aufgenommen werden zu können. Bei Gymnasiasten reicht die Versetzung in die Stufe 11. Bei unseren Informationsveranstaltungen haben wir schon sein sehr großes Interesse festgestellt. Schließlich bieten wir mit unserem Schwerpunkt Gesundheit und Soziales eine Möglichkeit, das Abitur zu machen, die es sonst in dieser Form nicht gibt. Dabei muss aber immer wieder klargestellt werden: Bei uns kann man das ganz normale Abitur machen, mit dem man alles studieren kann. Bei uns gibt es kein "Abitur light", das wird sich auch im Lernniveau zeigen.

Für welche Schüler ist das berufliche Gymnasium denn besonders geeignet?

Uhlendorf: Mit unserem besonderen Schwerpunkt sprechen wir Schüler an, die eher einen berufsbezogenen Schwerpunkt bevorzugen und sich für medizinische oder pflegerische Berufe interessieren. Mit der Möglichkeit, nach der zehnten Klasse zu uns zu wechseln, bieten wir auch Spätentwicklern die Chance, das Abitur zu machen. Zudem bieten wir für Hauptschüler an, mit der zweiten Fremdsprache komplett bei null zu beginnen. Ein weiterer Vorteil ist, dass bei uns die Stufe 11 noch im Klassenverband unterrichtet wird, um alle erst einmal auf ein einheitliches Level zu bringen. Dafür dauert unsere Oberstufe aber auch volle drei Jahre und nicht zweieinhalb, wie an den anderen Gymnasien.

Wer sich für das berufliche Gymnasium in Prüm interessiert: Am Freitag, 5. Februar, ist Elternsprechtag und am Donnerstag, 18. Februar, 19 Uhr, findet in der Aula der BBS ein weiterer Informationsabend statt. Infos auch unter Telefon 06551/97105-0, per E-Mail: verwaltung@bbspruem.de sowie unter www.bbspruem.de.