Beigeordnete und Ortsbürgermeister kümmern sich um vier Geschäftsbereiche und haben 2020 viel vor.

Serie : In Rittersdorf wird die Arbeit aufgeteilt

Beigeordnete und Ortsbürgermeister kümmern sich um vier Geschäftsbereiche und haben 2020 viel vor.

(ma) „Ich bin kein Politiker“, sagt Holger Klein, der seit der konstituierenden Sitzung am 14. August Ortsbürgermeister der 1444 Einwohner zählenden Gemeinde Rittersdorf in der Verbandsgemeinde Bitburger Land ist. Deshalb habe er die Einarbeitungsphase durch seinen Vorgänger Walter Heyen im Amt auch als sehr hilfreich empfunden, wie er sagt.

Jetzt ist das neue Jahr angebrochen und in Rittersdorf hat man sich so einiges vorgenommen: Um die Aufgaben besser bewältigen zu können, gibt es das Rittersdorfer Modell mit vier Geschäftsbereichen, um die sich der Ortsbürgermeister sowie die drei Beigeordneten nebst Ausschussmitgliedern kümmern. Für den Geschäftsbereich 1 „Umwelt“ ist Otmar Koch zuständig, für den Bereich 2 „Bauen“ Wolfgang Francois und für „Dorfgemeinschaft und Soziales“, Geschäftsbereich 3“, Renate Stalpes. Um den Geschäftsbereich 4 kümmert sich der Ortsbürgermeister selbst wie zum Beispiel um Personal, Kindertagesstätte und Planungsrecht.

Um die Dorfgemeinschaft zu beleben sind kleinere Projekte in Arbeit wie auch ein Spielplatzkonzept, das auch Angebote für ältere Kinder vorsieht, wie Klein sagt. Als sehr erfolgreiche Aktion sieht er die  Dorfrallye, die letztes Jahr viel Zuspruch fand. Um den Radweg- Ausbau beziehungsweise um dessen Verbreiterung kümmern sich die Vertreter von Geschäftsbereich 2. Der breitere Radweg  biete eine zusätzliche Möglichkeit, nach Bitburg zu gelangen.

Im Sommer werde der Landesbetrieb mit dem Ausbau der Kreisstraße 67 beginnen, schätzt der Ortschef. Ein Problem macht noch die Kirchentreppe, die mitsamt der Mauer der Gemeinde gehört. Sie muss saniert werden und ist zurzeit gesperrt. „Die Arbeit geht nicht aus“, sagt Klein. So  prüfe die Gemeinde derzeit auch, wie sie klimafreundlicher werden könne mit Hilfe Erneuerbarer Energie.

Unter dem Arbeitstitel „Königskreuz“ verbirgt sich ein mögliches Neubaugebiet, das die Antwort auf die große Nachfrage nach Baugrundstücken in Rittersdorf werden soll. Auch die Erweiterung des Gewerbegebietes steht an. Und da die Raiffeisen-Warenzentrale 2022 nach Bitburg umsiedelt ist, ist auch ein Ersatz natürlich willkommen. Das gilt auch für die Nahversorgung. Der traditionsreiche Lebensmittelladen von Marie-Theres und Friedel Hülpes in der Ortsmitte ist seit Silvester 2017 geschlossen.   „Wir stehen am Anfang von Verhandlungen mit einem Interessenten, der einen Supermarkt hier bauen möchte“, sagt der Ortsbürgermeister. Und er wäre froh, wenn das in dieser Legislaturperiode noch klappen würde.

Ganz stolz ist der 48-Jährige auf den guten Kindergarten im Ort.  „Das Team ist Spitze, die Kinder sind dort bestens aufgehoben.“ Überhaupt sieht der Newcomer, der als Heilpraktiker und Unternehmensberater tätig ist, viel Positives in der Gemeinde. Die Vereinsgemeinschaft sei toll, vieles gehe Hand in Hand, der Musikverein habe ein Wahnsinnsniveau. Im Ort gebe es noch eine Kneipe, ein Restaurant und die Burg und einfach „Lebensqualität“, findet Klein.