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Beim nächsten Mal wird alles anders

Beim nächsten Mal wird alles anders

Das ausgefallene Prümer Kirmesfeuerwerk (der TV berichtete) beschäftigt die Verantwortlichen weiter. Der Pyrotechniker erklärt, warum er nicht schießen durfte - und wie das Problem künftig verhindert werden soll.

Prüm. (fpl) "Da ist einiges schiefgelaufen", sagt Feuerwerker Helmut Reuter aus Müllenbach im Gespräch mit dem TV. "Aber ich will weder den Behörden noch sonstwem einen Vorwurf machen."Dennoch stellt er unmissverständlich klar, warum er am Kirmesmontag seine Raketen nicht abfeuern konnte: Der Gerberweg hätte gesperrt werden müssen. "Wenn die Sicherheit nicht gegeben ist, darf ich nicht schießen. Dazu bin ich vom Gesetz angehalten. Wenn da was passiert wäre, dann hätte ich eins auf die Mütze bekommen."Auch der Vorschlag von Stadtbürgermeisterin Mathilde Weinandy, das Feuerwerk aufs Ausstellungsgelände zu verfrachten und von dort abzuschießen, sei nicht praktikabel gewesen: "Ich kann das da hinbringen. Aber so kurzfristig geht das nicht." Die Kirmesbesucher hätten dann viel zu lange warten müssen - und sie hätten nicht so viel davon gesehen. Reuter: "Dann wäre Geld in die Luft geschossen worden, wo keiner was davon hat."Reuter nimmt allerdings Mathilde Weinandy in Schutz: "Die Bürgermeisterin konnte wirklich auch nichts dafür. Sie hat alles versucht. Aber was nicht geht, geht eben nicht. Jetzt muss sie den Kopf dafür hinhalten."Am 3. September gibt es eine Ortsbesichtigung

Immerhin: Wie bereits gemeldet, wird Helmut Reuter das ausgefallene Feuerwerk nachholen - bei der Prümer Kneipennacht am Dienstag, 2. Oktober. Für Montag, 3. September, sei eine Ortsbesichtigung mit allen Verantwortlichen bei Stadt und Behörden angesetzt: Dann werde nicht nur festgelegt, von wo dieses Feuerwerk abgeschossen werde, "sondern auch gleich für die Kirmes im nächsten Jahr. Das wird konkret abgesprochen und festgemacht." "Und dieses Gespräch finde ich positiv", sagt Mathilde Weinandy. "Zumal wir dann auch Kontakt mit dem Feuerwerker bekommen und ihn fragen können, was er will." Es habe sich eben gezeigt: Das Feuerwerk sei zwar bisher immer problemlos abgeschossen worden, aber es habe offenbar Lücken gegeben bei den nötigen Informationen über die einzuhaltenden Vorschriften und die Bedingungen für eine Genehmigung. "Ich kann aber keine Lücken füllen, wenn ich nicht weiß, wo es welche gibt", sagt Mathilde Weinandy. "Da ist es jetzt auf jeden Fall gut, dass man sich kennenlernt."