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Beinah-Unfall: Steinwurf oder andere Ursache?

Beinah-Unfall: Steinwurf oder andere Ursache?

Die Polizei ermittelt weiter im mutmaßlichen Steinwurf-Fall auf der B 51 vom Sonntag. Aktueller Stand: Es könnten sich Teile von der Brücke gelöst haben und auf das Auto einer Frau aus Nordrhein-Westfalen gestürzt sein.

Der mutmaßliche Steinwurf auf ein Auto am Sonntagabend bei Stadtkyll (TV von gestern) ist möglicherweise auf eine rein physikalische Ursache zurückzuführen: Derzeit untersucht die Polizei auch die Möglicheit, dass sich Material von der Brücke an der B 51 gelöst haben könnte: "Da hängen, wie in einer Tropfsteinhöhle, Zapfen herunter", sagt Christoph Cremer, Chef der Polizei-Inspektion Prüm. Das seien vermutlich Zement-Auswaschungen, die sich mit der Zeit an der Unterseite ansammeln und irgendwann hinabstürzen. Die Beamten von der Kriminaltechnik aus Trier hätten solches Material mitgenommen und zerkleinert: "Und das ergibt ein Pulver, das auch mit den Spuren auf der Windschutzscheibe in Zusammenhang zu bringen ist", sagt Cremer. Daher spreche einiges dafür, "dass es so gewesen sein könnte. Aber abschließend kann ich es noch nicht sagen."
Die Polizei teilte außerdem am Dienstagmorgen mit, dass sich nach Ende des Mantelsonntags in Prüm ein Verkehrsunfall ereignete: Ein Wagen der Verbandsgemeinde fuhr aus der Bachstraße auf den Altenmarkt, um dort die für Sonntag aufgestellten Hinweissschilder einzusammeln.Motorradfahrerin übersehen


Dabei habe der Fahrer vermutlich eine von rechts kommende Frau auf einem Motorrad übersehen. Die Fahrzeuge stießen zusammen, die Frau stürzte und verletzte sich schwer. Sie wurde ins Krankenhaus gebracht und dort operiert. Gegen den Fahrer leitete die Polizei ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung ein. Zeugen leisteten sofort Erste Hilfe, im Einsatz waren DRK und Polizei Prüm.
Am Montag ereignete sich auf der A 60 in Richtung Bitburg ein Verkehrsunfall mit sechs beteiligten Fahrzeugen: Gegen 6.30 Uhr platzte ein Reifen eines LKW, die folgenden Autos kollidierten mit den Fetzen und wurden beschädigt, drei Wagen mussten abgeschleppt werden. Der LKW-Fahrer konnte seinen Lastwagen anhalten, verletzt wurde niemand.
An der A 60-Anschlussstelle Prüm beging außerdem am Sonntag gegen 17.30 Uhr ein Fahrer Unfallflucht: Ein PKW aus Luxemburg musste dort am Kreisverkehr anhalten, ein grauer Wagen mit Trierer Kennzeichen fuhr auf. Als der Mann im luxemburgischen Auto zur Seite fuhr, um mit dem Unfallgegner zu sprechen, machte sich dieser in Richtung Trier davon.
Ebenfalls am Sonntag meldete sich eine 32-jährige Frau aus Bleialf bei der Inspektion und gab an, von ihrem Lebensgefährten bedroht worden zu sein. Unter anderem, sagt Hauptkommissar Lambert Peters von der Prümer Inspektion, soll der 38-Jährige während eines eskalierenden Beziehungsstreits mit einer Schreckschusspistole "herumgefuchtelt" haben. Der Mann habe im Gespräch mit den Polizisten dann selbst auf seine Waffen - insgesamt drei Stück, alle erlaubnisfrei zu kaufen - hingewiesen, eine Durchsuchung sei nicht nötig gewesen. Der 38-Jährige habe sich anschließend widerstandslos der Wohnung verweisen lassen. Die Beamten behielten die Waffen ein, der Mann darf die Wohnung bis auf weiteres nicht betreten. fpl