Beispiel für gelungene Zusammenarbeit
Bitburg · Bei der Stadthalle Bitburg ist nicht nur die Architektur gelungen. Dass der Eifelkreis Bitburg-Prüm an die Planer und Bauherren des Gebäudes den Baukulturpreis verliehen haben, liegt auch an der Konzeption und der gelungenen Kooperation zwischen Stadt, Bitburger Brauerei und der Gesellschaft Faco.
Bitburg. Die Bitburger Stadthalle ist ein Anziehungspunkt im nördlichen Teil von Bitburg. Hier gibt es Veranstaltungen, die Touristinformation, die Bitburger Markenwelt und Büros. "Die Idee war, dass im Foyer immer Betrieb ist", schildert Franz-Rudolf Heinz von der HGH Planungsgesellschaft einen der Gedanken im Planungsprozess.
TV-Serie Baukultur
Damals ging es vor allem darum, die ehemaligen Gebäude der Bitburger Brauerei an der Römermauer zu revitalisieren, erklärt der Architekt.
Der Betrieb war in den 1970er-Jahren in den Bitburger Süden umgesiedelt und der ehemalige Firmensitz stand leer. Bevor mit dem Bau begonnen werden konnte, mussten erst einmal die Partner Stadt, Brauerei und der Projektentwickler Faco zueinander finden.
Kein ganz leichtes Vorhaben, wie Heinz sagt. Es gab viele Gespräche und eine lange Planungsphase. Die Stadt hatte die Kosten für die Halle auf fünf Millionen Euro begrenzt. Zu diesem Festpreis musste Projektentwickler Faco diesen Teil des Komplexes bauen.
Es gelang den Planern auch, Altes mit Neuem zu verbinden. Elemente des im 16. Jahrhundert erbauten Kobenturms konnten im Inneren der Stadthalle integriert werden. Und auch nachts ist das Gebäude an der Römermauer mit seiner Beleuchtung ein Blickfang. "Es soll nicht als schwarze Hülle dastehen", sagt Heinz.
Bei der Außengestaltung setzten die Architekten und Planer auf einen Platz, der die Stadt aufwertet. Das Element Wasser wurde aufgenommen, weil es wie Heinz sagt, mit Bier und Brauerei verbunden ist. Bei der Begründung zur Verleihung des Baukulturpreises heißt es unter anderem, dass der nördliche Innenstadtbereich funktional wie städtebaulich-gestalterisch deutlich aufgewertet wurde. Durch den Rückgriff von Baubestand sowie wichtiger Sicht- und Wegebeziehungen sei eine Gesamtlösung entstanden, die sich in Dimensionen und Materialien in den Stadtbereich einfügt. noj
Extra
In unserer TV-Serie Baukultur stellen wir in loser Folge Gebäude vor, die den Preis des Eifelkreises Bitburg-Prüm für Baukultur bekommen haben. Dabei handelt es sich um alte wiederaufgebaute Häuser, aber auch um Neubauten. Privathäuser und Geschäftshäuser oder öffentliche Bauten sind gleichermaßen vertreten. Das Wichtigste ist, dass sich die Gebäude der in der Eifel üblichen Bauweise anpassen. noj